– Publico –
Politik, Gesellschaft & Übergänge

Alexander Wendt ist Herausgeber von Publico.

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„Sie sehen sich in einem kulturellen Bürgerkrieg“

Der Kommunikationstheoretiker Norbert Bolz über die Angriffe auf TE, Endkampf-Journalismus – und die Hoffnung auf intelligente Linke

Von Alexander Wendt / / medien-kritik / 12 min Lesezeit

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Publico: Professor Bolz, wie haben Sie die Angriffe auf „Tichys Einblick“ und seinen Herausgeber wegen eines satirisch gemeinten Satzes über eine SPD-Politikerin wahrgenommen?

Bolz: Soviel ich weiß, stammt der Text, um den es geht, nicht von Roland Tichy selbst._

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Wo sind all die woken Leute?

Jedenfalls nicht dort, wo sie sein sollten. Es gibt die Tugendeiferer, die Medien, Politiker, Firmen und Werbeagenturen umschwärmen – nur offenbar viel seltener, als ihre Verehrer glauben

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 24 min Lesezeit

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Der Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache Walter Krämer schrieb kürzlich einen Brief an die Rundfunkräte des WDR, dessen Intendant gerade den ARD-Vorsitz innehat, und an den Rat des ZDF, um die Gremienmitglieder zu bitten, über die Praxis des Genderns in Nachrichten und Moderationen zu diskutieren.

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Marginalisierung first.
Versenken second.

Es wäre im besten Deutschland Angela Merkels eigentlich nicht besonders schwer, Opposition zu sein. Trotzdem schafft es niemand im Bundestag. Am wenigsten die einzige Partei, die sich diese Rolle 2017 bewusst gesucht hat: die FDP

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 35 min Lesezeit

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Vor einiger Zeit hatte ich mit einem nicht unbekannten Unionspolitiker ein Gespräch.

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Göring-Eckardt, Mantelschneiderin

Über Samariter, Stoffteilung und Aufmerksamkeitsökonomie

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 24 min Lesezeit

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Die Fraktionsvorsitzende der Grünen Katrin Göring-Eckardt flog vor einigen Tagen auf das griechische Lesbos, um sich, wie es heißt, ein Bild von dem gerade abgebrannten Migrantenlager Moria zu machen und die Übernahme der Einwanderer überwiegend nach Deutschland zu fordern.

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Heucheln für Anfänger und Fortgeschrittene

Die Aufrufe gegen Cancel Culture treffen offenbar einen Nerv des linken Juste Milieu. Es versucht, die Methode der Druckausübung gleichzeitig zu begründen und zu leugnen. Dabei entstehen auch Formulierungen zum Einrahmen

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 35 min Lesezeit

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Ein Erfolg ist den beiden Aufrufen gegen Cancel Culture nicht mehr zu nehmen: Die Reaktionen darauf demonstrieren, gewollt oder nicht, was weite Teile der modernen Linken von Diskursfreiheit halten.

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Die neuen Taliban, ihre vorübergehenden Erfolge – und woran sie scheitern werden

In angelsächsischen und in deutschsprachigen Ländern finden sich lagerübergreifend Intellektuelle gegen die Cancel Culture zusammen. Sie haben verstanden: Wer die Debatte wieder groß machen will, muss die Gouvernanten kleinmachen

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 45 min Lesezeit

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Es gibt zwei Aufrufe, die einander ähneln. Einer erschien vor einigen Wochen in dem Magazin Harper’s, einer vor wenigen Tagen auf der Seite des gerade gegründeten Intellectual Deep Web Europe. In beiden Appellen finden sich Autoren und Wissenschaftler von der linken bis zur rechten Mitte zusammen, die unter normalen Bedingungen wahrscheinlich kein Manifest unterschrieben hätten.
Wenn die Front breiter wird als gewöhnlich, geht es meist um essentielle Dinge. An dem deutschsprachigen Appell, so viel gleich zu Beginn, ist der Autor dieses Textes beteiligt.

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Friedefreude, Kaiserflagge (und Grundgesetz)

Auf der Corona-Demonstration in Berlin traf sich eine bunte Mischung. Rechtsextremisten spielten kaum eine Rolle, die Wasserwerfer brauchte niemand. Selten wirkte die politische Klasse so grau und gesprächsunfähig wie in diesem Demo-Sommer

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 26 min Lesezeit

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Es ist elf Uhr dreißig Unter den Linden, und der Sturm der Extremisten auf Berlin fällt aus. Und das, obwohl dort schon ziemlich viele Menschen unterwegs sind, gehend, vorübergehend stehend, denn an der nächsten Ecke fädeln sich diejenigen, die aus Richtung Brandenburger Tor kommen, in den Menschenzug ein, der sich langsam die Friedrichstraße hinabbewegt.

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Geisels Nase und das Grundgesetz

Berlins Innensenator läuft Amok gegen das Versammlungsrecht. Jedenfalls dann, wenn ihm die Demonstranten nicht passen. Gegen Extremisten an sich hat er nämlich nichts

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 20 min Lesezeit

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Andreas Geisel ist ein Produkt seiner Umgebung. Und zwar folgender Teilumgebungen in aufsteigender Ordnung: erstens Berlin, zweitens Berliner Politik, drittens Berliner SPD. Das Wort ’Milieuschaden’ trifft es bei ihm ganz gut.

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Markus Söder, die Volksverpetzer und der Wert der Aufklärung

Eine Linksaußen-Plattform macht aggressiv Stimmung – selbst gegen Linksliberale, die von der Linie abweichen. Dafür gibt es einen Medienpreis. Der neuerdings kanzlerfähige bayerische Ministerpräsident findet das gut.

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 29 min Lesezeit

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Am 24. Juli 2020 stand Thomas Laschyk auf der Bühne der Kongresshalle am Park Augsburg, um für den von ihm gegründeten Blog „Volksverpetzer“ den Augsburger Medienpreis in der Kategorie „Mut“ entgegenzunehmen, dotiert mit 1000 Euro.

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Die Tribute von Wokistan

Es gibt keinerlei Solidarität der neuen Linken für die Steuer- und Abgabenzahler. Sondern im Gegenteil: einen Klassenkampf von oben gegen unten um Ressourcen, die in der Wirtschaftskrise knapper werden. Kevin Kühnert hat das verstanden.

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 34 min Lesezeit

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Zu den größten Talenten des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Kevin Kühnert zählt seine Fähigkeit, die richtigen Worte im Falschen zu finden. Der Fachbegriff dafür lautet Narrativ.

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Der Weg zum Weltbrand

Heute vor 100 Jahren begann die Schlacht um Warschau. Das „Wunder an der Weichsel“ stoppte den Vormarsch der Roten Armee nach Mitteleuropa. Die polnischen Truppen retteten indirekt auch Deutschland. Dort ist die historische Wende heute fast vergessen

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 32 min Lesezeit

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Der Geschützdonner drang bis in die Vororte von Warschau. Am 13. August 1920 traten Truppen der 16. sowjetischen Armee zum Angriff auf den polnischen Brückenkopf östlich der Weichsel an, sie eroberten die Kleinstadt Radzymin, nur 23 Kilometer nordöstlich von Warschau; drei weitere Armeen und ein Kavalleriekorps stießen im Norden vor, um die Hauptstadt einzukreisen.

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Fake-Nuss:

Karl Lauterbach behauptet, eine „neue Studie“ würde ein hohes Corona-Risiko von Hotels beweisen. Das ist gleich mehrfach falsch

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 13 min Lesezeit

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Gehen Hotelgäste ein hohes Risiko ein, sich bei einer Übernachtung mit Corona-Viren an Bettwäsche, Handtüchern und Türgriffen zu infizieren? Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach, dauerpräsent in Talkshows und Medien, behauptete vor wenigen Tagen genau das – unter Berufung auf eine „neue gut gemachte Studie“ aus China.

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Wenn Linke sich um Freiheit sorgen

Bis eben hieß es noch: Es gibt keinen Meinungskorridor. Jetzt auf einmal doch: Seit linke Israelkritiker, radikale Aktivisten und ARD-Redakteure nicht mehr mit allem durchkommen, ringen Intellektuelle die Hände. Eine rechte Cancel Culture erhebt ihr Haupt

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 39 min Lesezeit

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Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Cancel Culture von rechts. Alle Mächte des progressiven Europa formieren sich zum Schutzwall, denn jetzt geht es um das, was Progressisten seit jeher am Herzen liegt – die Freiheit des ungehinderten Meinungsaustauschs.

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Sucht ihre Namen

Die Berichterstattung über die Gewalt in den USA gehört zu den Musterbeispielen des kuratierten Journalismus. Vor allem in Deutschland, wo Reportagen zu Strafexpeditionen werden

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 31 min Lesezeit

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Die Bewegung „Say Their Names“ – sagt ihre Namen – gibt es schon länger. Worum es ihr geht, zeigt sich nirgendwo konzentrierter als in einer Zeichnung von Kadir Nelson, die der New Yorker am 22. Juni 2020 auf seinen Titel setzte: Ein übergroßer George Floyd schließt im Stil einer Schutzmantelfigur dutzende andere dunkelhäutige Amerikaner ein, die Opfer von Polizeigewalt wurden.

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Biete 40 Millionen, wünsche relevante Antworten

Das neue „Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ riecht streng nach politischer Auftragsforschung. Ursprünglich sollte es sich mit Problemen der Einwanderungsgesellschaft befassen. Das wussten Aktivisten zu verhindern

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 15 min Lesezeit

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Seit dem 1. Juni 2020 gibt es ein neues vom Bund finanziertes Forschungskonglomerat, das demnächst seine Arbeit aufnehmen soll: das „Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)“, ein dezentraler Verbund von 11 Einrichtungen, der in den kommenden vier Jahren aus einem Etat von 40 Millionen Euro schöpfen kann.

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Publico Unterhaltung

Der große Privilegiencheck

Von Alexander Wendt / / spreu-weizen / 9 min Lesezeit

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Der Deutschlandfunk veröffentlichte vor kurzem eine Checkliste für Privilegierte. Danach ist der Prozentsatz von Privilegieninhabern in diesem Land sehr hoch, so dass sich die Frage stellt, ob etwas ein Privileg sein kann, was sehr viele teilen.

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Wenn ein Volksküchenpsychologe durch die Medien wandert

Der „Ernährungspsychologe“ Christoph Klotter verbreitet, was Journalisten gern hören: Deutsche sind primitive Fleischesser und sollten sich schämen. Dumm nur: Fast alles, was der Anti-Fleisch-Kronzeuge behauptet, ist bizarrer Quatsch

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 38 min Lesezeit

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Fleisch, die Schädlichkeit von Fleisch und das dringend änderungsbedürftige Verhalten der Carnivoren– mit dem Thema beschäftigen sich deutsche Qualitätsmedien hingebungsvoll.

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