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Politik, Gesellschaft & Übergänge

Wochenrückblick: Mein allerletzter Rückblick mit der SPD und Robert Habeck

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Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 18 min Lesezeit

Wer am Boden liegt, den soll man nicht schubsen. So ähnlich heißt es jedenfalls. Schon gut. Ich höre ja gleich auf. Zur SPD fällt mir nichts mehr ein. Das heißt, ein paar Dinge doch.

In der vergangenen Woche sahen Wahlumfragen die Partei bei bundesweit 11 und in ihrer östlichen Urheimat bei sieben Prozent. Von Sachsen lernen heißt siechen lernen, wie der Dresdner sagt. An der SPD fällt allerdings auf, dass sie auf ihrem Weg rücksichtsvoll begleitet wird. In der vergangenen Woche saß bei Maybrit Illner in dem üblichen Wie-Weiter-Jetzt-Talk unter anderen Sophie Paßmann, von der das luzide und thematisch sehr überraschende Buch „Alte weiße Männer“ stammt, und die außerdem, da sie regelmäßig bei Böhmermann auftritt, als Humoristin gilt. Sie sagte in der Sendung folgenden Satz: „Der Tag, an dem wir aufhören auf Peer Steinbrück zu hören, wäre ein guter Tag für die SPD.»

Was wiederum die Fernsehrezensentin der Süddeutschen als Passmanns „besten Aphorismus des Abends“ lobte.
Jedenfalls war es als Lob gemeint.

Nun entzieht es sich meiner Kenntnis, wie viele Sozialdemokraten auf Peer Steinbrück hören. Der Statistik zufolge war er allerdings der einzige SPD-Spitzenkandidat seit 1998, der es schaffte, die SPD noch einmal leicht nach oben zu bewegen, nämlich von Frank-Walter Steinmeiers 23 Prozent 2009 auf 25,7 Prozent 2013, bis es dann unter der Führung von Wiehießerdochgleich 2017 auf 20,5 und dann auf 15,13,11 weiterging. Ja: „Gesterntag/als der Trubel noch so ferne lag“ (Walter Moers).
Sophie Paßmann ist Mitglied der Partei, und wahrscheinlich liegt sie psychologisch goldrichtig: wenn das Kollektiv die einzige antizyklische Bewegung der letzten Jahre möglichst komplett vergisst, dann fällt das, was jetzt noch kommt, erheblich leichter.

Ebenfalls in der vergangenen Woche meldete sich Thorsten Schäfer-Gümbel, einer der drei SPD-Übergangsvorsitzenden am Ufer des Styx, und bereicherte die Parteigeschichte in einem Tagesspiegel-Interview um eine wirklich interessante Fußnote. Seine frühere Bildungsanstalt, die Landgraf-Ludwigs-Schule in Gießen, so Schäfer-Gümbel, habe drei SPD-Vorsitzende hervorgebracht: Wilhelm Liebknecht, Hans-Jochen Vogel, und ihn selbst. Er hege aber trotz dieser besten Voraussetzungen nicht die Absicht, lange im Amt zu bleiben.
Ich weiß, ich bin hier wieder keine große Hilfe resp. ein mittelalter Mann. Aber ich finde Schäfer-Gümbel komischer als Sophie Paßmann. Obwohl die wahrscheinlich härter an ihren Pointen arbeitet.

Um die vermaledeite Männer-Frauen-Frage ging es in der vergangenen Woche auch an einem Ort. In meinem letzten Wochenrückblick hatte mir ein Text der ZEIT-Autorin Jana Hensel, der in meinem Flusensieb hängengeblieben war, die Anregung für meine Überschrift verschafft.

Hensel war mit dem Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck ICE gefahren und ihm, dem Nahbaren, dort sehr nah gekommen, was ihr die Gelegenheit verschaffte, einen langen lebenswarmen Reporterinnenprosa-Absatz ihres Porträts den Löchern in den Socken des Politikers zu widmen.
Ihr Text war auch von anderen bemerkt worden, unter anderem bei der Welt. Es gab Kommentare. Was Hensel wiederum dazu brachte, auf Twitter längere „einordnende Worte“ samt Analyse ihrer Kritiker nachzuschieben. Warum?
„Weil“, so Hensel per Tweet, „es in den vergangenen Wochen immer wieder zum Teil heftige, stets unsachliche Kritik an den Habeck-Portraits gegeben hat, die von Frauen stammten, an Interviews, die von Frauen geführt wurden“.

Woraus, so JH, folgt:
„1. Der weibliche Blick auf Politiker wird gegenüber dem männlichen entwertet. Während Männer rational und sachlich auf Politik schauen, werden Frauen von Gefühlen geleitet. (Ich schreibe über Habeck freilich nur, weil ich unsterblich in ihn verliebt sein muss. So lauten viele der sexistischen Kommentare seit gestern.)


2. Die Arbeit von Reporterinnen wird entwertet. Nun, wo sie nicht länger nur über das Familienministerium schreiben, sondern auch über eventuell zukünftige Kanzlerkandidatinnen, werden Reviere abgesteckt und indirekt Regeln formuliert, wie man über Politik zu schreiben habe. Nämlich distanziert, sachlich, scheinbar neutral, wie nur weiße Männer glauben können, neutral zu sein.


3. Die Koalition der Frauen mit den Grünen wird entwertet. Wie wir wissen, wäre die Partei stärkste Kraft, wenn nur Frauen wählen würden.


4. So trifft der Sexismus, der auf die grünen Wählerinnen zu zielen scheint, natürlich auch Habeck selbst. Jenen Mann also, der auf ein klassisches Alphamann-Gebaren verzichtet und stattdessen für ein neues Männlichkeitsbild steht.“

Die neue Männlichkeit: penetriert nur die eigenen Socken. Warum sollen immer nur Paß- und Böhmermann schlechte Witze machen? Bitte. Ich will auch mal.

Tatsächlich, nur, weil ein paar Leute sich über einen schleimig-ranschmeißerischen Groupie-Text lustig machen, handelt es sich schon um Sexismus, der den künftigen Kanzler trifft, zuförderst aber die politische Podologin der ZEIT?

Nun genügt schon die Lektüre von einigen Texten des Claas Relotius einerseits und der formidablen Sophie Dannenberg andererseits um zu erkennen, dass distanzloses Sentiment keine Frauen- und kühler Witz keine Männerdomäne ist. Und was Hensels Behauptung angeht, wenn nur Frauen wählen dürften, wären die Grünen stärkste Partei: Schon ein wacher Realschüler kann sich ausrechnen, dass es sich um Kappes handelt, in welchem abgesteckten Revier auch immer.

Aber es geht noch um etwas anderes. Irgendjemand – nicht ich, ich bin dazu ungeeignet – müsste Frau Hensel bei Gelegenheit sagen, dass die Verteidigung, das eigene in die Kritik geratene Werk sei überhaupt nicht schlecht oder albern, sondern vielmehr weiblich, sowohl Frauen als auch Männer beleidigt.

Aus dem Mund von intelligenten und erfolgreichen Frauen hört man diese Rechtfertigung praktisch nie, genau so wenig wie moralische Kollektivbeurteilungen der beiden Geschlechter. Hannah Arendt war nicht der Meinung, eine speziell weibliche Philosophie betreiben zu müssen; sie stellte zum philosophischen Denken fest: _„Das braucht ja nicht eine männliche Beschäftigung zu bleiben.“
_
Die israelische Premierministerin Golda Meir: „Ob Frauen besser als Männer sind, kann ich nicht sagen – ich kann sagen, dass sie nicht schlimmer sind.“

Die norwegische Medizin-Nobelpreisträgerin May-Britt Moser: „Ich frage mich nicht, ob ich mich eher weiblich oder männlich verhalte, ich verhalte mich, wie ich bin. Mir geht es um Spitzenleistung in der Wissenschaft, nicht ums Geschlecht.“

Vor einigen Jahren, 2001, sagte die südafrikanische Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing: „Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren, und niemand sagt was dagegen.»

Golda Meir besaß übrigens so viel Witz, dass sie heute zur Strafe in keine deutsche Talkshow eingeladen würde. Von ihr stammt der einzurahmende Satz: _„Sei nicht so bescheiden. So großartig bist du nicht.“
_
Wenn sie zur Verfügung stünde, hätte sie die Energie, die SPD zumindest wieder auf Steinbrück-Niveau zu führen.
Aber das wäre, wie Sophie Paßmann weiß, ja die total falsche Richtung.

15 Kommentare
  • Alexander Peter
    17. Juni, 2019

    Vielleicht möchte Frau Hensel einfach Regierungssprecherin von Herrn Habeck werden, wenn es denn endlich soweit ist – die «Zeit» und andere «Qualitätsmedien», wo Frau Hensel ihre Backfischprosa veröffentlicht, arbeiten ja hart daran. Jetzt muss nur noch der Wähler sein Kreuz entsprechend machen, eine reine Formalie. Sonst geht schließlich die Welt unter, wie wir wissen.
    Was das intellektuelle Niveau der heute prominenten «Comedians», «Satiriker», «Kulturschaffender» etc. pp. angeht, so scheint mir, daß früher nicht alles, aber manches besser war.
    Journalismus auf der Schleimspur ist natürlich nichts Neues, auch Willy Brandt hatte jede Menge begeisterter «Follower» aus der Kulturszene, aber sowenig Esprit bei gleichzeitigem Mangel an kritischer Distanz war selten.
    Scheinbar hat die «asymmetrische Demobilisierung» unserer überaus eloquenten, rhetorisch brillianten, warmherzigen und weitsichtigen besten Kanzlerin aller Zeiten (Politik auf Weltniveau) auch hier ihr Werk getan.
    Dafür haben wir jetzt «Böhmermann» und «Wir sind mehr». Letztes trifft auf die SPD bekanntlich nicht mehr zu, aber nach der Fusion mit der «Linken» wirds schon wieder werden, vor allem wenn K. Kühnert frischen Wind in die Führung bringt.
    Aber erst einmal werden wir in absehbarer Zeit staunende Zeugen, wie Baerbock und Habeck über Wasser laufen, begleitet vom Segen Gretas. Deutschland wird unter deren Regentschaft sofort geheilt, Frieden, Freude, Wohlstand und Windräder werden überall wachsen, alles Böse wird ausgetrieben.

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  • Chris Groll
    17. Juni, 2019

    Großartig, danke für diesen tollen Bericht. Immer gut zu lesen, dass auch viele intelligente Frauen sich nicht auf diesen linksgrünen Schwachsinn einlassen. Obwohl die von Ihnen genannten Frauen entweder tot oder schon älter sind. Aber sei’s drum, ich denke, dass es auch heute genügend selbstbewusste und kluge Frauen gibt, die nicht auf den «alte weiße Männer»-Zug aufspringen.

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  • Zabka
    17. Juni, 2019

    Ich kann noch Katharina Rutschky, die viel zu früh Verstorbene, anfügen, Rutschky hatte vor Jahren in der Zeitschrift „Merkur“ behauptet, dass Frauen „im Schnitt tatsächlich viel dümmer als Männer“ seien, das Gegenteil hätten wir noch nicht bewiesen, schrieb sie. Ich fürchte, sie hatte recht.

    Durch Frauen wird Politik nicht nur linker und grüner, mit den Frauen kommt auch das Moralisieren in die Politik, das „Bauchgefühl“. Die „Weltwoche“ fasste vor fünfzehn Jahren eine Basler Studie so zusammen: „Es zeigt sich, dass die Frauen eine Affinität zu Verboten und staatlichen Eingriffen haben und die Umwelt stärker schützen wollen als die Männer. Frauen sind linker, ökologischer und staatsgläubiger als Männer, umweltfreundlicher, marktfeindlicher und solidarischer als Männer.“ Das mit dem „solidarischer“ halte ich allerdings für ein Gerücht. Nach einer Emnid-Umfrage für „Bild am Sonntag» sympathisieren 28% der Frauen mit den Grünen, aktuell haben Frauen die Grünen mit 24% deutlich häufiger gewählt als Männer (18%).

    Jana Hensel hat sich vor allem als Merkel-Aficionada einen Namen gemacht, Peter Grimm bei der „Achse“: „Huldigungen von Kunstschaffenden an die Obrigkeit schienen zwischenzeitlich mal aus der Mode gekommen zu sein. Die Regentschaft Angela Merkels hat auch hier etwas verändert“:

    https://www.achgut.com/artikel/janas_angela_merkel_gefuehl

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  • Dieter Schilling
    17. Juni, 2019

    In leichter Abwandlung eines Spruchs meines Lieblingsregisseurs Billy Wilder sind solche Existenzen wie diese Sophie Paßmann (schämt die sich eigentlich nicht für das «mann» in Ihrem Namen?) der Grund dafür» daß ich auf der Straße kaum noch an einer Frau vorbeigehen kann ohne ihr aufs Maul zu hauen,nur weil sie eine Frau ist.»

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  • Jörg Plath
    17. Juni, 2019

    Mir gruselt vor dieser Partei, vor ihren Sympathisanten, vor der ganzen Intoleranz und dem Dogmatismus. Allein die Bezeichnung «alter weißer Mann» ist eine Beleidigung, ist Hetze, ist Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas. Was dieser Gesellschaft fehlt, ist Diskursfähigkeit. Ein Kanzler Habeck im Verbund mit Sozies und Kommunisten wird uns die mit Sicherheit nicht zurückbringen.

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  • Lichtenberg
    17. Juni, 2019

    Der in Fortsetzungen gezwitscherte Spannungsbogen von Jana Hensels Philippika hält den amüsierten Leser ähnlich bei der Stange wie Ihr Wochenrückblick mit Flusensieb. Hunderte von Herzchen pro Strophe beweisen es. Da ich nicht musikalisch bin, kriegt sie von mir pro Folge einen Alphamann-Däumling.
    Und Publico wieder eine Überweisung.

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  • Gastino
    17. Juni, 2019

    Die Rechtfertigung für den distanzlosen Groupie-Journalismus ist nur peinlich. Zudem sagt die Journalistin ja mehr oder weniger indirekt, dass es Frauen eben nicht besser hinbekommen und man daher damit zufrieden sein muss. Übles Eigentor, das der Artikel humoristisch aufgreift. Danke dafür. 🙂

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  • Albert Schultheis
    17. Juni, 2019

    Es ist schlimm genug, dass man die gesamte westliche Gesellschaft quasi in Sippenhaft nimmt und sie für die Unterdrückung und das Leid der gesamte Welt verantwortlich macht. Ein alter Freund erklärte mir vor kurzem, ich würde doch auch nur die Menschen in Afrika ausbeuten, dabei war ich nur einmal kurz in Marokko und war völlig perplex über die offene Aggression der jungen Leute mir als Europäer gegenüber. Gab es seit der Kolonialzeit dort nicht auch einen Idi Amin, einen Mugabe, die islamistischen Steinzeit-Terroristen in Somalia oder Nigeria? Gab und gibt es nicht die Kultur der Sklavenhaltung in Nordafrika und in den islamischen Gottesstaaten des vorderen Orients? Gab es nicht das Pogrom der Tutsi gegen die Hutu? Bin ich daran auch schuld?
    Vor ein paar Jahren begegnete mir ein überaus liebenswerter schwarzer Ingenieur. Er war in Afrika auf ein christliches Gymnasium gegangen und gab an der TH Darmstadt bereits im Grundstudium seinen deutschen Kommilitonen Nachhilfe in Mathe.
    Offenbar möchten sich einige frauenbewegte Damen aus dieser dräuenden Kollektivschuld gegenüber allen Mühseligen und Beladenen dieser Welt freikaufen – schließlich sind sie ja auch weiß -, indem sie das Übel den weißen Männern in die Schuhe schieben, vorzugsweise den „alten, weißen Männern“. Ob das gerade die Frauen von dem Schlage sind, die ich damals in Marokko beobachten konnte, wie sie sich junge, einheimische nordafrikanisch aussehende Liebhaber besorgten, kann ich nicht sagen. Jedenfalls finde ich diese Art der Frauen, „ältere, weiße Männer“ zu beschuldigen, nicht nur beleidigend, sondern auch in der Verallgemeinerung, in der sie vorgetragen wird zutiefst diskriminierend – wenn es nicht vor allem weiße Frauen wären, die sich dazu überheben, müsste man von offenem Rassismus sprechen. Damit sind die „alten, weiße Männer“, die einzige Ethnie (oder Teilethnie) die man in Deutschland öffentlich diskriminieren darf.

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  • P.Feldmann
    18. Juni, 2019

    Schönes Zitat von Doris Lessing! Und auch die zwei Zitate von Meir sind nicht schlecht!
    Es ist immer wieder verwunderlich, was für defizitäre Frauen sich anmaßen, im Namen aller Frauen zu sprechen. Ich bin in meinem Leben eigentlich bis jetzt immer von Frauen umgeben gewesen, die durch eigene Leistung und Klugheit bestachen. Mit den anderen und insbesondere mit Lesben habe ich immer sehr schnell einen harten Schlagabtausch gehabt, der das Feld begradigt hat.
    Was für eine Beleidigung und Schmähung Figürchen wie Hensel oder auch Stokowski pp. für echte selbstständige Frauen darstellen, kann ich an den Reaktionen meiner Frau und meiner Tochter ermessen! Die meiner Mutter, die immerhin drei Berufsausbildungen abgeschlossen hatte, kann ich mir lebhaft vorstellen!

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  • P.Gross
    18. Juni, 2019

    Frau Hensel ist peinlich! Etwas anderes kann ich nach dieser zusammengestrickten Twitter-Trilogie nicht mehr konstatieren. Journalistin???

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  • A. Tretzmuller
    18. Juni, 2019

    Noch ein Bonmot von Margaret Thatcher:

    Sie hat einmal auf die Journalistenfrage „How did you feel being the „first female“ Prime Minister“ nach zwei Sekunden eisigem Schweigen geantwortet: „I was not the „first female“ Prime Minister. I was „the“ Prime Minister“. Das ist Souveränität!

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  • Kay R. Ströhmer
    19. Juni, 2019

    Ich freue mich ja über solche Beiträge wie die von Paßmann oder Hensel. Ich würde mir aber auch lieber die Hand abhacken, als mein Kreuz jemals freiwillig bei der SPD zu machen. Die sind schon auf dem richtigen Weg. Das ist allerdings lediglich den pysikalischen Gesetzen geschuldet, die für die Bewegung auf einer schiefen Ebene gelten.

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  • Bob Lang
    20. Juni, 2019

    War Doris Lessing nicht Britin?

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  • Dreggsagg
    20. Juni, 2019

    Wieder ein exzellenter Text!
    Früher gab es selbstbewußte Frauen; heute gibt es Feministinnen.
    Das alleine genügt schon, die Qualität zu definieren!

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    • Sabine Schönfelder
      20. Juni, 2019

      Ich denke das Problem, der sinnentleerten ‘politisch-gesellschaftlichen’ Inhalte und deren Verkünder liegt weder an ihrem Geschlecht noch an der Partei. Parteiliche Markenkerne, Profile verschiedener Parteien sind, dank links-besetzter Presse, zu einem Einheitsbrei zusammengeschmolzen. ‘Unter Linken’ gilt nicht Logik und Vernunft als politische Triebfeder ihres Handelns, sondern kindliche Vorstellungen und die begehrenswerte Möglichkeit, diese, innerhalb politischer Ämter, zu verwirklichen. Zur Durchsetzung linker Inhalte sind alle Mittel nicht nur erlaubt, sondern willkommen, erforderlich! Jana Hensel ist eine bekennende Merkel-Sannyasin, gedankenlos, infantil, peinlich. In Variation zum Original entsagt sie nicht der Welt, sondern dem Verstand. Ihre Besitzlosigkeit demonstriert sie in ihren Artikeln. Kein Talent, keine Kompetenz, kein Inhalt. Sophie Paßmann wiederum ist die SPD-Epigone auf das grüne Abspulgerät Baerbock. So eine Art pseudomuntere Genderholics, medial aufgerüstet, um das alte Establishment im Bild des alten weißen Mannes zu zerstören, für die grün-linke Transformation der Gesellschaft. Bei der Aufzählung links instrumentalisierter geistloser Mitläuferinnen, antifeministisch, antisemitisch und ohne eigenes Bewußtsein möchte ich keinesfalls die betrügerische Elisabeth Wehling, die Sprachwissenschaftlerin und Framingexpertin in eigener Sache vergessen, die sich mit der Kenntnis rühmt, vieles über manipulative, kognitive Sprachgestaltung zu wissen. Sie möchte dem Rezipienten ihrer Dienste durch entsprechende Namensgebung ihres Instituts Kompetenz einer ehrwürdigen Eliteuniversität vorgaukeln, unterstützt von großen Teilen des medialen Propagandaappatats. Ein kurzer einprägsamer Reim, mit perfektem Framing soll besonders gut im Unterbewußtsein des Adressaten hängenbleiben wie z.Bsp:» Linke Quotzen, sind zum kotzen.» Glaube, den könnte ich mir auch gut merken.

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Original: Wochenrückblick: Mein allerletzter Rückblick mit der SPD und Robert Habeck

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