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Politik, Gesellschaft & Übergänge

Wahlwochenrückblick: Die Partei der Erben schlägt die Schwarzen Ritter

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Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 15 min Lesezeit

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Vor etwa einem Jahr sagte ein ranghoher CSU-Politiker nach der Bundestagswahl: „Es ist ganz gut, dass Seehofer erst einmal bleibt. Dann können wir ihn mit Merkel zusammen abräumen.“

So kommt es jetzt.

„Am Riemen reißen ist das Gebot der Stunde“, verlangte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther am Montag nach der Wahl in Hessen, nur Stunden, bevor Merkel sich wie in einem James-Bond-Film in der Escape-Kapsel aus dem schon lodernden Hauptquartier katapultierte.

Sich am Riemen reißen, das ist zum einen klassische Bunkerprosa, zum anderen der gut abgelagerte Ferienlagerscherz in der Jungsbaracke. Günther schafft es, irgendwie genau dazwischen zu liegen.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte gestern im ZDF, seine Partei habe in Hessen „die richtigen Themen gesetzt“, auch der Kandidat sei gut gewesen. Sowieso hätten die Freunde einen großartigen Wahlkampf gemacht. Wer nicht darauf kommt, an welche Filmfigur er damit erinnert: An den schwarzen Ritter in Monty Pythons „Holy Grail“.

Der Ritter versperrt bekanntlich King Arthur den Weg, worauf der ihm im Zweikampf beide Arme abhaut. „Du hast keine Arme mehr.“
„Gar nicht wahr.“
„Kratz dich doch mal.“
Anschließend schlägt Arthur ihm noch das Beinpaar weg, worauf der schwarze Ritter ein bisschen einlenkt: „Ok, einigen wir uns auf Unentschieden.“

Aber was wird jetzt aus dem Rumpf der Schwarzritterpartei Deutschlands? Vielleicht das:

Irgendetwas zwischen diesem Pol und Kevin Kühnerts Kampf gegen den Wage Gap zwischen den 60 Geschlechtern, der Förderung feministischer Pornos und allem, was sonst noch so anliegt, wird es wohl werden. Da wir gerade bei Filmgeschichte waren: Kühnert könnte und würde dann frei nach Greta Garbo in Ninotschka sagen: „Die Schau ist ein großer Erfolg. Es wird danach zwar weniger Sozialdemokraten geben, aber bessere.“

Jedenfalls fährt keiner von ihnen mehr Diesel.

Apropos, die besten Wünsche durch magische Berührung von einer Sozialdemokratin (Natascha Kohnen) an eine andere (Katarina Barley, SPD-Spitzenkandidatin zur Europawahl) weiterzugeben und dann noch um fünf Stimmenprozent zu bitten, das beweist: Schwarzrittertum ist in der Partei keine Männerdomäne geblieben.

Zuweilen trifft auch Deutschlands scharfsichtigster Sohn mit seinem Wahlkommentar den Punkt:

Die Grünen, das sind in der Tat die Leute, die mit Geld, viel Tagesfreizeit und Gesellschaftswissenschaftsdiplomen gerade einen Stimmenaustausch im linken Lager bewerkstelligen. Wobei erst in Bayern und dann in Hessen die Partei der Klugreichen jedes mal weniger Stimmen dazugewonnen als die Schwarzritterpartei verloren hatte. Nun liegt ein Ruch von Parvenü in der Luft. Es verhält sich ja nicht wirklich so, dass 20 Prozent der Hessen zur Klasse der Millionenerben gehören würden. Mancher Grünenwähler aus der urbanen Elite verdient mit Laptopaufundzuklappen für eine NGO sogar deutlich weniger als ein Mechatroniker oder ein Opel-Vorarbeiter, die er aber trotzdem für abgehängte Gestalten hält. Zumindest dann, wenn er in der Einkommenspyramide auch des Grünmilieus unten steht, was leicht passieren kann, wenn man es nicht selbst auf die bessere Seite als Abgeordneter, Angehöriger des akademischen Oberbaus, NGO-Geschäftsführer/in oder Dauerangestellter im öffentlichen Dienst geschafft hat (Frauen sind generell mitgemeint). Vielleicht lautet die Erfolgsformel der Grünen ja tatsächlich: Die Partei für die mindestens gefühlt Besserverdienenden. Die Partei der Erben ist sie sowieso.

Einen Tag vor der Wahl in Hessen meinte Robert Habeck bekanntlich, es sei doch nicht so gut von Merkel gewesen, die Grenze 2015 ff. so lange offen stehen zu lassen; die Moderatorin Dunia Hayali forderte nach der Gruppenvergewaltigung eines Mädchens durch sieben Syrer und einen Deutschen in Freiburg schnellere Abschiebungen. Mit anderen Worten, die Erben des guten Gewissens sammeln genau die Themen vom Wegesrand auf, die die Sozialdemokraten dort liegenlassen hatten, aus Angst, von den Gewissensguten als Rassisten fertiggemacht zu werden.

Das neue Siegermilieu schafft es, vor allem die SPD nicht nur alt, sondern auch noch sehr, sehr dumm aussehen zu lassen.

10 Kommentare
  • Sonnenblume
    29. Oktober, 2018

    Ja, ja, die grellen Grünen. Heute die Partei der Erben, morgen die Partei der Erblasten.
    Ja, und die geprellten Sozen: Gestern die politische Partei der kleinen Leute,
    heute die Partei des politischen Klein-Kleins.
    Und ja ja, nicht zu vergessen, die kosmopolierte CDU? Ihr Slogan früher,
    mehr «Kinder statt Inder». Ihre Parolen heute, kommet ihr unbekannten Kinderlein,
    woher auch immer, wie viele auch immer, die Mutti hat euch doch alle lieb.
    Die Linken, ja, die linken Linken, waren und sind schon immer
    die politischen Totengräber deutscher Nationen. Also ein Satz mit X.
    Und die überflüssige Partei der Besserverdienenden? Jawohl, die wiederbelebte FDP,
    das zuckende Zünglein an der Wange (fast aller Kanzler). War einst eine «erfolgreiche»
    Fallschirmspringer-Ein-Mann-Partei und und und ist nun eine runderneuerte
    Fallrückzieher-Ein-Mann-Partei. Auferstanden von den Toten und der Wirtschaft zugetan. Ja ja.

    Gibt es noch Alternativen auf der deutschen Titanic?
    Ja, vielleicht die unüberhörbare Bordkapelle? Tätä!
    Vielleicht, wenn alle Musiker «richtig» spielen gelernt haben sollten!

    Doch noch wird täglich Altweiberfastnacht in Deutschland gefeiert.
    Noch grüßt täglich das Murmeltier.
    Noch liegen Vernunft und Realitätssinn in weiter Ferne.

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  • moneypenny
    30. Oktober, 2018

    Chapeau!
    Der James-Bond-Film-Vergleich ist einmalig. 😂

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  • Emmanuel Precht
    30. Oktober, 2018

    Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einer Gläubigen der Grünangelischen Kirche, kinderfrei, Hausfrau und in der Ehe kaltgestellt vom Düsseldorfer Beamten der Spitzengruppe/verdiener. Man hat sich, um die Welt zu retten nun eine Solaranlage aufs Hausdach montieren lassen. Die Dame war begeistert, dass jetzt auch flaschensammelnde Rentner u.ä. das knappe Budget der Weltenretter über die EEG-U aufbessern. Ich erklärte ihr dann, dass die Feuerwehr im Falle eines Brandes die gar nicht so armselige Hütte kontrolliert abbrennen ließe, Löschen sei ja durch die Anlage kaum möglich, was zu einer nervös angespannten Aufmerksamkeit meiner Zuhöhrerin führte. Außerdem solle sie sich mal bei der Versicherung genau erklären lassen wie die solche Fälle handhabt.
    Wohlan…

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  • Wolf Manuel Schröter
    30. Oktober, 2018

    Ja, alles richtig, vielen Dank für diese Zusammenfassung.
    «Grün» ist blasierte und verbohrte Borniertheit und Klugschei…rei, deren geistige Beschäftigung darin besteht, die Überlegenheit über alle ihre Nichtwähler (weil «abgehängt») fundiert, aber wissenschaftlich begründete Analyse-Ergebnisse ignorierend, nachweisen zu wollen. Es ist auch, zumindest in Teilen (was besonders das Führungspersonal ziemlich weit oben anbelangt), die Partei der gescheiterten Gesellschaftswissenschaften- u.a.- Studenten (muss ich Namen nennen?). Vor dieser «Elite» bewahre uns wer immer. Auch vor denen, die «ausstudiert» und ein Diplom haben. Und wenn es die AfD ist.

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  • Sabine Schönfelder
    30. Oktober, 2018

    Augstein gehört zu den Leuten, die Zeit, Geld und Bildung zum Nachdenken haben? Offensichtlich hat Augstein von den 3 zur Verfügung stehenden Möglichkeiten bislang nur das Geld zum Nachdenken benutzt, anders kann ich mir seine geistigen Aussetzer nicht erklären. …. aber angeblich hat er doch genug Geld? Rätselhaft!
    Klasse, Ihre Monty-Python- Assoziation. Dieses Verhalten ist zum durchgängigen sozialen Muster geworden. Nur noch ein Torso, aber immer frohen Mutes und voll unerschütterlicher Überzeugung, die gestellte Aufgabe souverän gelöst zu haben. Man beobachtet es in der Politik, in der Gesellschaft, und bei unserem grünen Fußballbundestrainer, überall gefühlte Gewinner. Ein gesellschaftlicher Teilerfolg zur anspruchlosen Infantilisierung und feel-good-Religion unserer Gesellschaft durch links-grünen Paternalismus.

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  • Plutonia
    30. Oktober, 2018

    «Deutschlands scharfsichtigster Sohn» hat mir beim Lösen des Rätsels geholfen, warum ich mich nie zur Wählerklientel der Erbenpartei hingezogen fühlte: ich musste nie ein «gutes Gewissen suchen» – ich habe (überwiegend) einfach eines. Darum aus Dankbarkeit ein liebevoller Herzens-Tipp an die «Partei der Erben» und ihre vom schlechten Gewissen geplagte Wählerschaft: einfach mal vor jeglichem Handeln ganz bewusst nachdenken, sich dabei stets an einem (auch eigenen) bewährten Wertesystem orientieren und anschließend alle möglichen Konsequenzen eigener Taten berücksichtigen. So belastet und strapaziert man sein Gewissen nicht über Gebühr durch eigenes Fehlverhalten, sodass es zwangsläufig schlecht werden und man darum – meist unbewusst – z.B. zu narzisstischen Projektionen und/oder perfiden Kompensations- und Abwehrstrategien aller Art greifen muss, unter denen dann oft auch die Umwelt zu leiden hat. Gerade «Leute, die Zeit, Geld und Bildung zum Nachdenken haben», haben erfahrungsgemäß sehr gute Chancen diese Gewissensprobleme in den Griff zu bekommen, vor allem, wenn die Fähigkeit zur Selbstreflexion gegeben ist – und das meine ich auch nicht sarkastisch.

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  • Werner Bläser
    31. Oktober, 2018

    Oswald Spengler beschreibt im 2. Band seines «Untergangs» schön, wie reiche Römer in ihren Endzeiten sich obskuren Kulten und Sekten zuwandten. Ohne innere Überzeugung, sondern eher, weil es «schick» war.
    Die Grünen bieten eine Art Ersatz an, nachdem der Kommunismus als Lieblingssteckenpferd der möchtegernintellektuellen Oberklasse nicht mehr so prickelnd erscheint.
    Für diese Leute ist es Bestandteil des Luxus, sich um Tatsachen und Realitäten nicht scheren zu müssen. Peinlichkeiten, wie dass der blöde deutsche Wald unverschämterweise immer noch lebt, obwohl er doch im grünen «Waldsterben» der 80iger Jahre hätte verenden müssen, fallen denn auch nicht ins Gewicht (ist der deutsche Wald vielleicht gar faschistisch, weil er sich grünen Einsichten verschliesst?).
    Dass junge Frauen in gewissen Gegenden deutscher Städte viele Dinge, die früher normal waren, heute besser nicht mehr tun, jedenfalls nicht ohne kräftige Begleitung, das schert die grünen Sektengläubigen genau so wenig wie der Wald, dem es bestens geht.
    Genau wie ihre Vorgänger, die Kommunisten (der personelle Übergang von den Roten zu den Grünen war fliessend), ist Realität etwas, das dazu da ist, verändert zu werden. Nur naive, abgehängte Plebejer haben es nötig, die bestehende Realität erst einmal zur Kenntnis zu nehmen.
    Die an sich interessante Idee des philosophischen/soziologischen Konstruktivismus haben sie zu einem «Anything Goes» auf intellektuellem Gebiet pervertiert – keine Spinnerei ist zu bizarr, um nicht von ihnen geglaubt zu werden (Gender…).
    Die grüne Ideologie, die SPD, CDU und den Grossteil des Journalismus infiziert hat, ist eine Art gesellschaftliche Wohlstandskrankheit: In armen Kreisen und Ländern findet sie kaum Anklang – die müssen sich erst um das Fressen, dann erst um grüne Moral kümmern.
    Nur reiche Länder können sich eine unproduktive grüne Narrenklasse leisten und sie durchfüttern.
    Würde Raymond Aron noch leben, würde er seine alte Diagnose der Anfälligkeit der Intellektuellen für Ersatzreligionen als gesellschaftliche Konstante bestätigt sehen: Nimmt man den wohlhabenden Intellektuellen ihr geistiges «Opium» (Aron), dann verschaffen sie sich ohne viel Federlesens die nächste Ersatzdroge.
    Motto: Es muss geglaubt werden; es gibt einem einerseits so ein schönes beruhigendes, heimatstiftendes Überlegenheitsgefühl – und ausserdem lässt sich mit Glaubenssätzen trefflich herrschen (Schelsky).
    Was hilft dagegen? Nun, wohl nur das, womit wir früher schon einmal die Seuche des Obskurantismus, der Engstirnigkeit und Inquisition losgeworden sind: Wir brauchen offensichtlich eine Neuauflage der Aufklärung.

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    • Sabine Schönfelder
      31. Oktober, 2018

      Aufklärung wirkt auf grüne Gläubige, wie Weihwasser beim Teufel. Das kann man an Sarrazins literarischer Aufklärungsarbeit deutlich erkennen. Aufklärung ist rechtsradikal.
      Aufklärung ist ein Nazi, was uns trotzdem nicht abhalten sollte aufzuklären!

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  • Stephan
    31. Oktober, 2018

    Es gibt auch ein Erbe, dass sich nach einiger Zeit als vergiftet herausstellt. Den meisten Parteigängern der Grünen ist nicht bewusst, dass sie in einer fragwürdigen Tradition deutscher Zivilisationskritik stehen – einer Kritik, die bislang eher im «rechten Spektrum» verortet worden ist. Dazu zählt z.B.: Ablehnung rationalen, vor allem naturwissenschaftlichen Denkens, damit verbunden: Verwerfen der jeweils neuen Möglichkeiten der Technik. Ein romantischer Kult um eine geschlossene Gemeinschaft, die gegen die formalen Regelungen der liberalen Gesellschaft ausgespielt wird – vorzüglich von mittlerweile halbvergessenen Autoren wie Fritz Stern oder Helmut Plessner schon vor Jahrzehnten analysiert. Es verwundert nicht, dass dieses regressiv-infantilen Weltbild in archaischen Gesellschaften der «Dritten Welt» ein Vorbild zu sehen glaubt. Die mir bekannten Grünenanhängern verbinden den touristischen Blick auf das Fremde mit naivem Orientkitsch. Die im Artikel genannte soziale Schicht verfügt eben über die Mittel, um sich in jenen Gegenden der Welt zu bewegen, wo man bequem durch Wegschauen das grüne Weltbild ad oculos bestätigen lassen kann. Reisen bildet eben auch nur mit der entsprechenden Brille auf der Nase. Ansonsten fällt mir zu diesem akademisch verbildeten Milieu nur die Diagnose Wohlstandsverwahrlosung ein. Gefährlich wird es, wenn die Mauern des unhinterfragt genossenen Wohlstandes einbrechen. Ich sage voraus, dass dann das Kokettieren mit grün-linken Ideen sehr schnell zugunsten eines «Populismus» beendet sein wird, den die meisten heute noch von sich weisen. Die Grünen sind das Produkt einer leeren Wohlstandsgesellschaft, der es nie gelungen ist, substantielle Zukunftsbilder jenseits materieller Verheißungen ohne Sozialromantik zu entwerfen – das erklärt die Flucht in einen abstrakten, realitätsfremden Hypermoralismus. Vor allem im ehemaligen West-Deutschland

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  • Rolf
    31. Oktober, 2018

    Jetzt – wenn nicht jetzt? – ist die Zeit, direkt nach der Bayernwahl, wann die CSU sich bundesweit aufstellen MUSS.
    Bleibt sie nur in Bayern ist sie in einem Jahrzehnt als nobody verschwunden.
    Stellt sie sich bundesweit auf, geht es nur noch darum , ob sie 10, 15 oder 20% bekommt. Und massenweise Überläufer als Kandidaten von der CDU.
    Insbesondere, wenn der Merkel-Nachfolger eine Kramp-Karrenbauer oder dgl. sein wird.

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Original: Wahlwochenrückblick: Die Partei der Erben schlägt die Schwarzen Ritter

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