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Politik, Gesellschaft & Übergänge

Sie sind wieder da

Original post is here eklausmeier.goip.de/wendt/2018/09-sie-sind-wieder-da.


Huch, warum reagieren Ossis nicht so auf Antifa-Phrasen und Kulturschaffenden-Aufrufe, wie sie sollten? Vielleicht deshalb, weil sie den Westdeutschen bestimmte Erfahrungen voraushaben

Von Alexander Wendt / / politik-gesellschaft / 27 min Lesezeit

Neben der Affäre um Hans-Georg Maaßen gab es in den vergangenen Tagen noch ein weiteres Großereignis, das in fast allen Zeitungen zu fast gleichlautenden Überschriften führte: Ein Aufruf von 290 Kulturschaffenden, die von Angela Merkel die Entlassung von Bundesinnenminister Horst Seehofer fordern.

Seehofer soll nach dem Willen der Kulturschaffer entlassen werden, weil er sich weigerte, den Chef des Verfassungsschutzes zu entlassen, der sich wiederum weigerte, in einem verwackelten 19-Sekunden-Clip aus Chemnitz eine Hetzjagd resp. „Hetzjagden“ (A. Merkel) zu erkennen. Aber es geht nicht nur um die akute Weigerung der beiden. Nach Ansicht der Kulturschaffenden steht Seehofer auch sonst, so kann man den Aufruf zusammenfassen, der guten Zukunft Deutschlands im Weg. Wichtig an dem Aufruf ist vor allem der Begriff Kulturschaffende. Zu den 290 gehören unter anderen Günter Wallraff, Antje Ravic Strubel und Hugo Egon Balder, also tutti frutti und viele Leute mit Wikipediaeintrag, die sich auch bei gutem Willen weder unter Künstler noch Prominente subsumieren lassen. Nebenbei, es fehlen ein paar Namen auf der Liste, Feuilletonverantwortliche sollten aufmerken. Jetzt wäre es höchste Zeit für die Schlagzeile: „Große Sorge um Julie Zeh“.

Kulturschaffende, wie gesagt, das passt schon. Es klingt vor allem für den wirklich problematischen Teil der Bevölkerung schön vertraut, nämlich für die ostdeutsch Sozialisierten bis etwa zum Jahrgang 1970. Der Begriff stammt zwar aus den zwanziger Jahren, eine Aufwertung erfuhr er ab 1933.

Einige Senioren erinnern sich vielleicht noch daran. Aber Ostdeutschen älterer Jahrgänge dürfte der Begriff erst Recht bekannt vorkommen, sogar vertraut, nämlich von der überwältigenden Zustimmung der DDR-Kulturschaffenden zur Biermann-Ausbürgerung 1976.

Im Westen gab es zwar die Tradition der Aufrufe der gutmeinenden Mahner von Albertz bis Zwerenz. Allerdings richteten sich diese Appelle meistens gegen die Regierung beziehungsweise irgendeine Regierungsentscheidung wie den Nato-Doppelbeschluss. Die Besonderheit des Aufrufs der 290 Kulturschaffenden gegen Seehofer liegt gerade darin, dass er genau das verlangt, was die Kanzlerin eigentlich gern tun würde, aber aus naheliegenden strategischen Gründen unterlassen muss. Die DDR-Führung hatte es mit dem Rauswurf Biermanns eben bedeutend leichter als Merkel mit dem Rauswurf des CSU-Chefs. Das ist ein nicht zu unterschätzender Unterschied, den sich alle hinter die Ohren schreiben sollten, die immer von DDR 2.0 reden.

Im Ernst, es gibt schon ein paar Unterschiede. Umso bemerkenswerter wirkt der Elan, mit dem „Meinungsschaffende“ (Archi W. Bechlenberg) derzeit alte Wortschätze aus zwei alternativlosen deutschen Staaten reaktivieren. Besonders für die Phrasen aus der DDR-Kiste gilt: Sie sind wieder da.

Die Kulturschaffenden trommeln also wieder für den Kurs der Staatsführung und fordern couragiert weitergehende Maßnahmen gegen jemanden, der einer besseren Zukunft im Wege steht. In diesem Zusammenhang kehrt auch der Schädling zurück. Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen nämlich ist nach Ansicht von ZDF-Redakteuren ein „Schädling“, der alles „untergräbt“ und deshalb bekämpft gehört.

Auch die zentrale Kundgebung kommt wieder zu Ehren, organisiert wie weiland das Pfingsttreffen der FDJ mit Gratismusik, zu der junge Menschen aus der ganzen Republik mit Gratisbussen angekarrt werden. Unter ausdrücklicher Würdigung durch das Staatsoberhaupt geht es dann zur antifaschistischen Sache. Allerdings, das in Chemnitz von KIZ geschmetterte Liedchen „ich ramme meine Messerklinge in deine Journalistenfresse“ als Beitrag zum „Zusammenhalt“ (F.-W. Steinmeier) zu verkaufen, so weit in Richtung Byzantismus wären Staatsführung und die Werktätigen von Funk & Druck in der DDR wahrscheinlich doch nicht marschiert.

Gutmeinenden Westdeutschen mag es ja schleierhaft vorkommen, warum ältere Ostdeutsche auf bestimmte Triggerworte seltsam reagieren. Den niedergeschlagenen Aufstand vom 17. Juni 1953 hatte die SED-Führung als „faschistischen Putsch“ klassifiziert, die Mauer als „antifaschistischen Schutzwall“. Und als die Mauer schon gefallen und die alte SED-Führung gekippt war, beschmierten am 28. Dezember Unbekannte den Sockel des sonst immer penibel bewachten sowjetischen Ehrenmals in Berlin-Treptow mit Losungen, worauf die SED-PDS unter ihrem damaligen Chef Gregor Gysi flugs eine Großkundgebung mit 250 000 Teilnehmern organisierte und forderte, die Stasi müsse jetzt sofort in eine antifaschistische Schutztruppe umgewandelt werden.

„Unser Land ist in Gefahr, und zwar von rechts“, so Gysi seinerzeit, am 3. Januar 1990: „Wir müssen diese Gefahr bannen, sonst brauchen wir über demokratischen Meinungsstreit und anderes gar nicht erst zu diskutieren. Wie wollen wir denn demokratisch wählen, wenn hier Neonazis alle Freiräume besetzen?“

Wie gesagt: die erfahrungsgesättigten Bundesbürger, also die älteren Ostdeutschen, wissen derzeit vor lauter Déjà-vus nicht mehr ein noch aus. Vor allem „Antifaschismus“ als Knüppelwort zur moralischen Erpressung und Gefolgschaftserzwingung ist ihnen bestens vertraut.

Es hört ja auch nicht auf mit dem Honecker- respektive Gysisprech. Selbst der gute alte „Kampfauftrag“ ist wieder da: im bewährten Tagesspiegel vom 24. September 2018.

Und selbstredend handelt es sich auch hier wieder um einen Kampfauftrag gegen Rechts.

Über Ostdeutsche heißt es derzeit in Qualitätsreden und Qualitätsmedien, sie seien eben noch nicht so weit. In Wirklichkeit sind sie schon längst weiter.

28 Kommentare
  • Bernd Zeller
    24. September, 2018

    Wenn man einen Sinn für Nuancen hat, bemerkt man, dass Anna Seghers, die in der DDR die Funktion ihres eigenen Denkmals hatte, in ihren Zeilen gerade nicht für Partei und Regierung eintrat, sondern für das Land. Das ist nicht oppositionell oder gar widerständisch, aber die Distanz, die es gerade noch gestattete, nicht vom Sockel gestoßen zu werden.
    Könnten die heutigen Kulturschaffenden nicht.

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  • Horst Hauptmann
    24. September, 2018

    Zitat: «Wie gesagt: die erfahrungsgesättigten Bundesbürger, also die älteren Ostdeutschen, wissen derzeit vor lauter Déjà-vus nicht mehr ein noch aus. Vor allem „Antifaschismus“ als Knüppelwort zur moralischen Erpressung und Gefolgschaftserzwingung ist ihnen bestens vertraut.»

    Da muss man sich nicht wundern.
    Die KGEs und Merkels dieser schönen «antifaschistischen» Welt (und sicherlich viele weitere, was eine eigene Recherche wert wäre) wurden ja in der DDR sozialisiert.
    Der Westen hat nach der Wende zwar diesen Teil Deutschland förmlich überrannt, aber einiges hat er auch übernommen – keineswegs nur zum Vorteil. Meinungsdiktatur und Deutungshoheit zum Beispiel sowie das konsequente Ignorieren der eigenen Bevölkerung.
    Vielleicht auch das unterbewusste Wissen der Regierenden, dass man ja automatisch wieder gewählt wird vom unterdrückten Volk.
    Der getötete Pluralismus in Deutschland ist der Verdienst der Grünen und des Erbes der DDR.

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    • WiesoWeshalbWarum
      24. September, 2018

      Vermutlich wurde einiges übernommen, weil es sich einfach zur Unterdrückung und zum Machterhalt bewährt hat? Das ist doch nichts DDR-Spezifisches.
      Ich denke auch nicht, dass die Sozialisation von Merkel eine ausreichende Erklärung dafür darstellt, dass westlich Sozialisierte da mitspielen.

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    • Eugen Karl
      24. September, 2018

      Schöner Einwand. In der Tat hätten solche Typen wie Merkel und Gauck auf Bonner Boden wohl nur schlecht gedeien können.

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      • Bruno Koslowski
        25. September, 2018

        Das «Stasigewächs» Kahane nicht zu vergessen , bei Licht betrachtet kommt es mir vor wie Erich´s Rache, was hier momentan gegeben wird….

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        • Fantomas
          26. September, 2018

          gemäß dem Witz (oder ist es sogar die Wahrheit), Merkel sei Honneckers Rache an Kohl, weil letzterer ihm sein Spielzeug DDR genommen hat.

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    • The Angry Ossel
      25. September, 2018

      Der getötete Pluralismus ist nur oberflächlich betrachtet ein „Verdienst“ der paar, an den Fingern einer Hand zählbaren, in der DDR sozialisierten Politiker. Diese werden von westdeutschen „Intelektuellen“ der Jahrgänge 1960 und älter gerne nach vorne geschoben um die Entwicklungen der letzten Jahre zu erklären und so das Versagen der eigenen Generation zu verschleiern. Die paar Nasen aus der ehemaligen DDR sind ein trauriger Haufen Handpuppen für die wirklichen Strippenzieher. Wer das Geld hat, hat die Macht und wer zwei Kriege hintereinander gewinnt sowieso. Beides trifft auf die Ossis in der Politik nicht zu. Das mit dem Gewinnen im Krieg trifft natürlich auf alle Deutschen nicht zu. Aber der von o.a. Generation aus Westdeutschland geschürte Selbsthass und die „kultivierte“ Kleinstaaterei (ich bin Badener und kein Schwabe, ich bin Franke und kein Bayer, ich bin Rheinländer aus Düsseldorf und habe mit Köln nichts am Hut) oft vermischt mit einer grotesken Anbiederung an Frankreich und den Suprastaat Europa (ich fühle mich an erster Stelle als Hesse, an zweiter als Europäer und überhaupt nicht als Deutscher) führte zu den jetzigen Zuständen. Die Gleichgültigkeit weiter Teile des westdeutschen Bürgertums gegenüber Deutschland, die lächerliche Einbildung Weltbürger oder wenigstens Europäer zu sein führte zu der vorherrschenden ideologisch getriebenen Politik. Es ist die Politik des westdeutschen spies- und bildungsbürgerlichen Mainstreams. Sehr gut an den Wahlergebnissen der Grünen in den diversen Bundesländern und Wahlkreisen zu erkennen. Die Ossis sind die Stimme der Vernunft im Irrenhaus namens Deutschland.

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    • Wolf Manuel Schröter
      28. September, 2018

      Nein, nicht nur, leider. Auch in der alten Bundesrepublik bis 1989 gab es Tendenzen zur Verabsolutierung der Meinungen derjenigen, die an der Tete saßen. Glücklicherweise gab es aber ebenso immer demokratisch gesinnte Persönlichkeiten, die «wider den Stachel löckten», dies aus der Erkenntnis heraus, dass Demokratie stets verteidigt werden muss, da in ihr Möglichkeiten wohnen, die es ermöglichen, sie selbst mit demokratischen Mitteln zu unterwandern und schleichend zu beseitigen. Ich will uns hier nicht mit der Türkei vergleichen, das ginge zu weit, aber ein Demonstrationsbeispiel ist das Erdogansche Machtstreben schon. Diese Persönlichkeiten von damals, die in ihrer jeweiligen Art über die bundesdeutsche junge Demokratie wachten, gibt es bei Heutigen in dieser «Prominenz-Stufe» kaum noch bis gar nicht; die verteidigte Demokratie wird von vielen für absolut gesichert gehalten und manches, was eigentlich «Demokratie-Verteidigung» ist, wird infolge von Indoktrinierung durch klandestine Demokratiefeinde, die unbehelligt bleiben, festgeklopft. So ist es also nicht nur ein völlig unbestrittenes «positives» DDR-2.0- und Grünen-«Erbe» sondern auch ein «negatives» Erbe der «alten» Bundesrepublik, nämlich politische Saturiertheit, Trägheit, Kleben an einem davon gespeisten neoliberalen Weltbild, Ignorierung der tatsächlich ständig wachsenden Probleme, politisches «Ausweichen» auf die «europäische Spielwiese» und Machtspielchen, die die Prosperität des deutschen Wirtschaftsraumes angetan sind aufzugeben. Mehr will ich gar nicht anführen. Dass nun zufällig Ostdeutsche wie Merkel oder Gauck oder so an der politischen Tete sind, hat zwar «ostdeutsch-sozialisierten» Einfluss auf das Handeln, da es aber auf der gesamtdeutschen Basis und damit auf der tatsächlichen Mehrzahl ehemals «westdeutscher» Mitglieder in Parteien und, als Ausdruck dessen, meist «westdeutscher» Funktionäre (Kauder, Nahles, Roth u.a.) fußt, sowie auch von einem großen Teil gerade der «westdeutschen» Bevölkerung getragen wird, ist das Ganze sehr komplex. Ich jedenfalls bin oft entsetzt, mit welcher Ignoranz und Überheblichkeit jetzige Fehlentwicklungen («Wir haben alles richtig gemacht!») ideologisch «verteidigt» und nachgeplappert werden: Genau das war aber in der «alten» DDR klandestin nicht wirklich der Fall. O.K., vielleicht habe ich als Mann mit «falschem» Geburts- und Sozialisierungs- sowie Lebensort (Dresden/Meißen) ja nicht wirklich «Durchblick»…

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  • Hermann Hewing
    24. September, 2018

    Seniler alter Depp
    über Afrika lacht die Sonne, über Deutschland die ganze Welt.
    Gibt es eigentlich eine Abwrackprämie für Regierungen?

    Wie sich doch die Parolen gleichen.
    Die derzeitige Berichterstattung erinnert an die letzten Tage der DDR mit der ein Unrechtsstaat verzweifelt gerettet werden sollte (s. Schrottstudien wie «Integrationsbarometer» oder «die Deutschen sind stolz auf ihre Politiker»)
    Große Teile der Pseudointellektuellen, der Möchtegernkünstler, der «Qualitätsmedien» und vor allem Teile der Parteien im Bundestag führen sich selbst ad absurdum (bildungssprachlich: sich als widersinnig, sinnlos, unsinnig erweisen. Quelle: Duden). Und sie merken es nicht einmal.
    Nach den «Hetzjagden» und «Zusammenrottungen», die es nicht gab, finden ersatzweise Hetzjagden auf Hans-Georg Maaßen und wegen nur bedingten Erfolgs schließlich auch noch auf Horst Seehofer statt.
    In jeder Hinsicht unbefriedigte, teilweise völlig nutzlose Zeitgenossen brauchen eben ihren Ersatzorgasmus.
    Und da Hugo Egon Balder im Artikel schon genannt wurde sollte sein «Kulturschaffen» allvorabendlich auf SAT.1 nicht unerwähnt bleiben.
    Die Sendung heißt bezeichnenderweise «Genial daneben». Noch Fragen?

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  • Klaus
    24. September, 2018

    Ist der peinliche L. Rathenow auch wieder dabei?

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  • Georg
    24. September, 2018

    Es gab ein Drittes und ein Viertes, Gott schütze uns vor dem Fünften linken Reich.

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  • OD
    24. September, 2018

    Sehr geehrter Herr Wendt, Sie haben alles trefflich beschrieben; kann es als gereifter 1961er aus zentraler Ostlage vollständig bestätigen.

    Der hiesige Wandlungsprozess begann ja schleichend bereits vor längerem … als Kritiker als Verschwörungstheoretiker oder Putinversteher verunglimpft wurden. Deutlicher schon, als die Große Vorsitzende mit 10 Minuten stehendem stürmischem Beifall bedacht wurde und Vergleiche zu anderen Wahlen über diese Zeitdauer angestellt wurden. Damals schrieb ich als empfindsames Ostgewächs meinen Freunden manchmal in E-Mails die Grußformel «Vorwärts immer, rückwärts nimmer» auf; später dann warf ich mal ein «Ich liebe Euch doch alle» hin. Auf letzteres müssen wir leider noch ein paar Tage warten – am Ende der Treibjagd auf Maaßen wäre es natürlich eine äußerst hübsche und passende Remineszenz gewesen (aber nicht aus seinem Munde).

    Grabe in meinen Erinnerungen Details hervor … Biermann Ausweisung … darauf folgender Aufruf von Kulturschaffenden (damals waren das aber richtige Künstler!). Da war ich in der 9. Klasse einer EOS: Wir Schüler sollten uns als Klassenkollektiv diesem offenen Brief/Aufruf mit unserer Unterschrift anschließen. Ich verweigerte dies mit der Begründung, ich könne Niemanden verurteilen, dessen Musik und Texte ich nicht vorher mal hören könne… Kam damit auch ungeschoren durch, wohl eher, weil ich bei dieser guten Musiklehrerin einen Stein im Brett hatte, die selbst getarnt progressiv war.
    Aber wenn ich genau überlege, dann haben wir in anderer Form auch schon die völlige Einbeziehung der jugendlichen Basis nicht nur bei solch unsäglichen Konzerten sondern auch durch Schülersprecher, die sich beschwichtigend bis negierend zu Gewalttaten äußern, durch Anleitung von Schülern zu Gegendemos, geförderten starken Gruppendruck, pro etwas vereintlicht Gutem oder contra – zu Schlechtem Verurteilenswertem, das zu bekämpfen sei (Wir können schon mal auf das Wort Ausmerzen warten), etc. pp.

    An die Großkundgebung am sowjetischen Ehrenmal – eingerahmt von NVA-Fallschirmjägern – erinnere ich mich lebhaft. Sehr gut, dass Sie genau diese hier anführen, weil mir dieses Ereignis als ganz perfide Sache in mein Gehirn eingebrannt ist! Ich war damals dabei – als ich hin ging, mit voller Überzeugung, dass dies sehr wichtig und richtig sei. Während der Reden auf dieser Veranstaltung spürte ich immer stärker die Instrumentalisierung und ging mit dem Gefühl des Widerwillens und einer Inszenierung nach Hause – es war kein Wissen, sondern Bauchgefühl.

    Wir müssen wohl noch eine Weile Déjà-vus erdulden und ich befürchte, das wird nicht mehr so lustig, wie solche Kulturschaffenden. Dazu schreibe ich nachher vielleicht noch einen weiteren Meinungsbeitrag.

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  • Oswald Klempner
    24. September, 2018

    Sie scheinen sich ja nach der DDR zu sehnen, Herr Wendt. Besser kann man konservative Leser nicht konsternieren als mit solchen Texten, die insinuieren, es laufe hier ausweglos auf die Katastrophe zu. Genau so lähmt man die eigenen Leute. Es wird dadurch nicht besser, dass es ein Versehen ist.

    In Deutschland gilt:

    Willst Du die Nazis ausweglos vor der Machtergreifung sehen, lies linke Blätter. Willst Du davor zittern, dass allmächtige Linke Stasi und Stacheldraht wiedereinführen, lies rechte Blätter.

    Wäre die Rechte in diesem Punkt nicht genauso wirkpsychologisch schlicht wie die Linke es notorisch ist, und würde nicht ebenfalls mit jedem Satz die eigenen Leute lähmen, wir wären weiter.

    Natürlich muss man die neomarxistischen Clowns aus dem Verkehr ziehen. Aber so zu tun als wären die in der Lage, irgend etwas zu schaffen und aufrecht zu erhalten, ist lächerlich. Und es gibt keinen großen Aufpasser namens rote Armee. Die Linke hat die DDR versenkt, die ein Heimspiel ohne Gegner für sie war.

    Solche Leute sind keine Gegner, schon gar keine, die man als riesengroß darstellen muss. Wozu?

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    • WiesoWeshalbWarum
      25. September, 2018

      Ich sehe keine Neomarxisten. Was genau ist denn in Marx’ Sinne, was diese Leute hier erzeugen wollen?
      Was ist daran links? Was ich in der derzeitigen Situation sehr verheerend finde, ist dieses Rechts-Links-Schema.
      Dieses wird von Politik (und ihren Vasallen in den Medien) konstruiert und aufrecht erhalten, um die Bevälkerung zu spalten und aufeinander zu hetzen. Es geht aber im Moment weder um rechte noch um linke Ideen, es geht darum, uns Plänen zu widersetzen, die eine Zerstörung unseres Landes und Europas auf der Agenda haben. Den Kräften, die dahinter stehen ist «rechts» oder «links» vollkommen egal, denen geht es um Geld und Macht und dabei stören aufmüpfige unabhängige Menschen.

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  • Kurt
    24. September, 2018

    Schon bezeichnend wie diese Begriffe tradiert werden von einem System zum anderen, unabhängig von der Ideologie und der Herrschaftsform. Die zugrundeliegende autoritäre Geisteshaltung ist offensichtlich dieselbe. Der Gebrauch des Wortes «Schädling» allerdings ist schon mehr als unbedarft. Eigentlich kaum zu glauben! Würde Gauland es in den Mund nehmen, wäre es ein Riesenskandal. Aber mei, beim Verfassungsschutz gibt es ja auch Maulwürfe. Also ZDF, passt schon! Die «Kulturschaffenden», da scheint der Sozialismus, der ja immer irgendwie dabei ist, noch deutlicher hervor. So fühlen die Unsrigen ja auch wieder die besondere Berufung, Welch erlesene Geister sich unter ihnen finden. Eh, Hugo Egon, endlich kann ich zu Dir aufschauen! Aber Herr Wendt, dass wir unbedarften Westdeutschen diese Erfahrung auch noch machen sollen. Nein danke, muss nicht sein! Wir hatten den Marsch durch die Institutionen im bürgerlichen Gewand. Merkel hat sich vorhin angeblich «entschuldigt». Für was eigentlich? Und bei wem? Bei Maaßen bestimmt nicht. Bei den Chemnitzern und Sachsen wohl auch nicht. Ich möchte jetzt Endzeitstimmung haben, wie bei Schabowskis Pressekonferenz. «Frau Merkel, wann treten sie zurück?». Merkel: «Sofort, Unverzüglich!»

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  • twsan
    25. September, 2018

    Herr Wendt, niemand, der ernst genommen werden möchte, wird behaupten, die «DDR 2.0» sei bereits geschaffen oder eingetreten. Aber wer nicht sieht, dass die Bundesrepublik Deutschland sich auf dem Weg in eine DDR 2.0 befindet, ist blind… Zwei weniger bekannte Hinweise: In Neustadt/Hessen wurden Schüler von der Schulleitung dazu beordert, sich für eine politische Aktion (#wir sind mehr) im Schulhof fotografieren zu lassen. In Chemnitz mussten Mitarbeiter des dortigen VW-Werkes unter Androhung des Verlustes ihres Arbeitsplatzes bei den linken Gegendemonstationen antreten. Wer das – und die übrigen Dinge einer ellenlangen Liste – nicht als Krakenarm einer sich entwickelnden oder aufziehenden «DDR 2.0» sehen will – der ist blind.

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    • WiesoWeshalbWarum
      25. September, 2018

      Warum nennen Sie es DDR2.0. Warum nicht Zeichen einer aufziehenden Diktatur?Diese sind, da stimme ich Ihnen zu, zahlreich und nicht mehr zu übersehen.

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  • Fantomas
    25. September, 2018

    «Ebendeshalb hatte die NSDAP früh ihre sozial weit gefächerten Massenorganisationen aufgebaut: für Frauen und reitende Ärzte, für Lehrer ebenso wie für Freunde des Kraftfahrzeugs, für Jugendliche, Juristen, Kulturschaffende, Bierproleten, Studenten oder Bauern.» Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/kultur/deutsches-reich-hitlers-aufstieg-zur-macht-1009306. Was hätte sich der Führer gefreut, wenn der von ihm und seinem Propagandachef geprägte Begriff «Kulturschaffende» in der späteren DDR wie auch BRD so viele Fans gefunden und die Presse heute wie damals so regierungstreu über entsprechende Aktionen gegen den Feind berichtet hätte. Apropos «Reitende Ärzte gegen Seehofer», das würde mir gefallen, könnte z.B. die Merkel-treue Ministerin, Medizin-Doktorin und Dressur-Reiterin UvdL ganz vorne mit traben! Da dürfen wir uns noch was erwarten an interessanten Kampagnen bestimmter Berufsgruppen.

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  • J.Vans
    25. September, 2018

    Die Republik befindet sich in einer sehr schwierigen Phase. Kulturschaffende müssen ein Merkel-System stützen, das eigentlich am Zerfallen ist. Wenn CDU-Politiker wie Ministerpräsident D. Günther offen eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei fordert, zeigt es sich in welchem Zustand die Bundesrepublik sich befindet.
    In Hessen wurde 2008/2009 seitens der CDU eine Unterstützeraktion gegen die «Abweichler» einer Ypsilanti-Regierung mit den Linken gefahren. Als wäre das Land Hessen bei einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei in höchster Gefahr.
    Wenn aber die CDU jetzt eine Zusammenarbeit fordert ist dies hohe Staatskunst.
    Diese Scheinheiligkeit wird von den Bürgern im Osten schnell erkannt, die 1989 für die Wende in der DDR eingetreten sind. Es geht hier nur um die Erhaltung der Macht. Seit der Bundestagswahl 2017 und den peinlichen Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen beschleunigt sich der Prozess des Abwendens von den politischen Eliten der Republik. Da wird nun noch jeder vermeintliche Kulturschaffende zur Rettung dieser Regierung herangezogen. Das Ausgrenzen der Menschen im Osten Deutschlands war mit Merkels Worten nicht hilfreich.

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  • Gerhard Sauer
    25. September, 2018

    Die Werktätigen der VEB „Clara Zetkin“ zur Schaffung von Kulturbeuteln und –taschen schließen sich dem Aufruf der Genossen Kulturschaffende an.

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    • Egbert_S
      26. September, 2018

      Geehrter Genosse Gerhard Sauer, ihre Wortwahl ist dringend verbesserungswürdig. Das Parteigericht verurteilt Sie hiermit zu vier Wochen Bewährung in der Produktion beim VE Wohnungsbaukombinat «Wilhelm Pieck» Karl-Marx-Stadt. Anbei etwas Fachlektüre, wie verdiente Politiker des Volkes gebührend gewürdigt werden. Kleines Beispiel:

      Vom Pazifischen Ozean bis zum Atlantik, von der Arktis bis zur Antarktis, auf dem ganzen Erdball begehen heute die Werktätigen den 70. Geburtstag J. W. Stalins. In allen Ländern, auf allen Kontinenten finden Festversammlungen und Kundgebungen zu seinen Ehren statt: es ist ein Geburtstag, den die Welt feiert …

      https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1949-12-21

      Das ist leider kein Witz, sondern war offizieller Parteijournalismus. Nur böse Zungen nannten es Agitation und Propaganda.

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  • Rudi
    25. September, 2018

    Herr Seehofer ist Teil der Staatsregierung. Er sitzt dabei an einer zentralen Machtstelle und hat daher viele Hebel für eine «bessere» Zukunft. Daher ist die Behauptung «Die Kulturschaffenden trommeln also wieder für den Kurs der Staatsführung und fordern couragiert weitergehende Maßnahmen gegen jemanden, der einer besseren Zukunft im Wege steht.» doch recht seltsam.
    Was ich allerdings vermisse, ist eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Begründung des Aufrufs. Stattdessen wird versucht, die Unterzeichner lächerlich zu machen «tutti frutti», «Leute mit Wikipediaeintrag», «…weder […]Künstler noch Prominente…» und ihnen andere Motive zu unterstellen.

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  • Andreas
    25. September, 2018

    Ich denke als ehemaliger DDR Mensch auch immer ich komme aus der Zukunft.

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  • Werner N.
    26. September, 2018

    „Kulturschaffende“ wurden schon immer von Politikern benutzt, so kürzlich der 89jährige Neo–Marxist Jürgen Habermas von Minister Maas (SPD). Die herrschende Kultur bildet schließlich den «vorpolitischen Raum» (A. Gramsci), auf dem Politik und Zivilisation fußen. Gewöhnlich kümmern sich «Kulturschaffende» jedoch um zeitgemäße Artefakte oder Philosophien, mischen sich nicht in die Tagespolitik ein.

    Die aktuelle Forderung, Innenminister Seehofer zu entlassen, kommt von linken Kultur–Vertretern, die noch dem »Kulturmarxismus« huldigen, der spätestens seit 1989 überholt ist. Allerdings tun sich auch die „Neu–Rechten“ mit einer anti–marxistischen / –proletarischen Kultur schwer. Noch steht der notwendige revolutionäre Wandel zu einer rechten demokratischen Weltanschauung am Anfang, aber die Zeitenwende mit Ablösung der universalistisch–emanzipatorischen „Aufklärung“ in unserer »Moderne« ist im Gange. Für eine rechte Theorie können die Arbeiten von R.-P. Sieferle dienen: Etwa: »Epochenwechsel« (1994).

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  • Troll
    26. September, 2018

    Auch als Ostjahrgang ’77 freut man sich über den Retro-Trend in Sachen DDR.

    Das kann aber nur der Anfang sein. Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Straßenprostitution und soziale Verwahrlosung sollten wie in der DDR ebenfalls abgeschafft werden.

    Des weiteren stören mich Porsches, Benz-Karren und SUVs. Auch die vielen überflüssigen Pseudo-Innovationen einer deregulierten Konkurrenzökonomie nerven. Das alles bedeutet eine Verminderung des sozialen und emotionalen Wohlstandes unserer Gesellschaft.

    Als Ossi hättte man es sich nicht träumen lassen, daß man nicht nur all die negativen Seiten des westlichen Lebens «geschenkt» bekommt, sondern nun auch noch die der DDR hinzu.

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  • Charlotte
    26. September, 2018

    Auch als alter Wessi verschlucke ich mich beim Frühstück, wenn ich das Wort «Kulturschaffende» lese und dann noch die Namen der Leute, die sich als solche fühlen. Am meisten geschockt hat mich Herr Busse, denn der war mal echt gut, hat der das jetzt nötig?
    Außerdem sollte man die Abschiebung Biermanns aus der DDR nicht mit einer Abschiebung des deutschen Innenministers vergleichen. Dieser unangenehme Biermann machte doch nur rüber, weil ihn die SED in seiner Wahlheimat DDR partout nicht mehr wollte. Ich hätte den umgehend zurückgliefert, egal ob sie ihn haben wollten oder nicht.

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  • Peter Wichmann
    27. September, 2018

    Sehr geehrter Herr Wendt, „Über Ostdeutsche heißt es derzeit in Qualitätsreden und Qualitätsmedien, sie seien eben noch nicht so weit. In Wirklichkeit sind sie schon längst weiter.“ schreiben Sie. So scheint es zu sein.
    Als die Wiedervereinigung gegen jede Wahrscheinlichkeit kam, war ich skeptisch. Knapp 17 Millionen Ostdeutsche, jahrzehntelang sozialistischer Indoktrination ausgesetzt. Die meisten von ihnen vermutlich unfähig zu einem selbstbestimmten, selbstverantwortlichen Leben in der damals noch relativ freien Bundesrepublik. Die astronomischen Kosten würden an den westdeutschen Steuerzahlern bzw. den zwangsweise Sozialversicherten, der sog. „Solidargemeinschaft“ hängen bleiben. Bedenken dieser Art rationalisierte ich im Selbstdialog mit dem Argument weg, dass es schließlich nicht in Ordnung gewesen wäre, wenn die Bewohner der DDR auf ewig den letzten Krieg allein verloren hätten – was die Konsequenzen betrifft.
    Seit Herbst 2015 führt mich die dem politisch mündigen Bürger eigene Wachsamkeit zu der Einsicht, dass ich hinsichtlich der Neubürger zu pessimistisch war. Einerseits ist die starke Anziehungskraft, die die SED ungeachtet ihrer epochalen, von Teilen der Ostdeutschen erzwungenen Bankrotterklärung noch immer in diesen Regionen der Republik besitzt, für einen undogmatischen Westler schwer zu begreifen. Andererseits wird immer deutlicher, dass weniger die Ostdeutschen, als vielmehr die Mehrheit der Westdeutschen grün-roten und/oder von den Herz-Jesu-Sozialisten der CDU/CSU rosa eingefärbten sozialistischen Wahnvorstellungen zum Opfer gefallen sind und immer noch fallen. Nicht, dass man im Osten dagegen immun wäre. Dort jedoch haben die Menschen dem Wahn offenbar mehr Widerstandskraft entgegen zu setzen. Ich bete, dass ihnen diese Kraft und ihr gesunder Menschenverstand erhalten bleiben, die beide im wohlstandsverweichlichten Westen Deutschlands verloren gegangen sind. Für mich einigermaßen überraschend geht also auch in Deutschland die Sonne im Osten auf und die Zeit ist gekommen, namentlich die Sachsen um Vergebung zu bitten, dass ich ihre schöne Sprache lange für das Grauenhafteste gehalten habe, was das Deutsche an Dialekten zu bieten hat. Wer aber, wie ich, Ostdeutschland und das Sächsische von Kindheit an ausschließlich als ein Schattenreich unter der Geißel Walter-Ulbricht wahrnehmen konnte, der musste schon früh eine hohe Stufe der Erleuchtung erklommen haben, um unvoreingenommen zu bleiben. Freundliche Grüße PW.

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Original: Sie sind wieder da

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Kritik und Streit gehören zur Essenz einer offenen Gesellschaft. Für einen zivilisierten Streit braucht es gut begründete Argumente und Meinungen, Informationen und Dokumentationen von Fakten. Publico versucht das mit seinen sehr bescheidenen Mitteln Woche für Woche aufs Neue zu bieten. Dafür erhält dieses Magazin selbstverständlich kein Steuergeld aus dem Medienförderungstopf der Kulturstaatsministerin Claudia Roth, kein Geld aus dem Fonds der Bundeszentrale für politische Bildung (obwohl Publico zur politischen Bildung beiträgt) und auch keine Überweisungen von Stiftungen, hinter denen wohlmeinende Milliardäre stehen. Ganz im Vertrauen: Publico möchte dieses Geld auch nicht. Die einzige Verbindung zu diesen staatlichen Fördergeldern besteht darin, dass der Gründer des Magazins genauso wie seine Autoren mit seinen Steuern dazu beiträgt, dass ganz bestimmte Anbieter auf dem Medien- und Meinungsmarkt keine Geldsorgen kennen. Es gibt nur eine Instanz, von der Publico Unterstützung annimmt, und der dieses Medium überhaupt seine Existenz verdankt: die Leserschaft. Alle Leser von Publico, die uns mit ihren Beiträgen unterstützen, machen es uns möglich, immer wieder ausführliche Recherchen, Dossiers und Widerlegungen von Falschbehauptungen anzubieten, Reportagen und Rezensionen. Außerdem noch den montäglichen Cartoon von Bernd Zeller. Und das alles ohne Bezahlschranke und Abo-Modell. Wer unterstützt, sorgt also auch für die (wachsende) Reichweite dieses Mediums.
Publico kann dadurch seinen Autoren Honorare zahlen, die sich nicht wesentlich von denen großer Konzernmedien unterscheiden (und wir würden gern noch besser zahlen, wenn wir könnten, auch der unersetzlichen Redakteurin, die Titelgrafiken entwirft, Fehler ausmerzt, Leserzuschriften durchsieht und vieles mehr).
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Die Redaktion