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Politik, Gesellschaft & Übergänge

Er hat ‚Hochofen’ gesagt!

Original post is here eklausmeier.goip.de/wendt/2018/02-er-hat-hochofen-gesagt.


Die Anatomie einer Empörung

Von Alexander Wendt / / medien-kritik / 20 min Lesezeit

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Mag sein, dass bei der SPD gerade die Kulisse zusammenkracht und selbst die Bravheit der CDU an ihr Ende kommt – trotzdem bleiben politisch und medial noch Ressourcen für andere essentielle Angelegenheiten.

„Ich habe den AfD-Fraktionsvorsitzenden Jörg Nobis vor einer Stunde bei der Polizei wegen Volksverhetzung angezeigt“, meldete der schleswig-holsteinische Landtagsabgeordnete der Grünen Rasmus Andresen. „Solche Äußerungen müssen rechtlich und politisch mit allen Mitteln bekämpft werden und Konsequenzen haben.“ Denn „solche rechts nationalen Aussagen“ könnten nicht „unwidersprochen im Raum bleiben“.

Was hatte Nobis geäußert? Die AfD twitterte am Montag – also noch vor dem Schulz-Schritt zum Außenamt inklusive Abgang durch die Falltür – folgende Zeilen:

„Genau, ich bin für Neuwahlen: AfD 16 % und SPD 16 % und Mutti weg …Dann fahren wir gemeinsam den #schulzzug in den Hochofen.“

Der unbefangene Leser rätselt womöglich, was der Grünen-Politiker als volksverhetzend und rechtsnational wertet. Die Wahlprognose? Den respektlosen Terminus „Mutti“? In Andresens Mitteilung selbst jedenfalls fehlt jeder Hinweis darauf. Erst aus dem einsetzenden und medial verbreiteten Empörungschor der anderen Landtagsfraktionen schält sich das Skandalon heraus: Nobis hat „Hochofen gesagt“! Aber selbst an dieser Stelle fragt sich der nicht hinreichend Sensibilisierte, wo das rechtsnationale Problem liegt. Hochöfen dienen bekanntlich der Roheisengewinnung und zum Einschmelzen von Stahlschrott. Der Schulzzug, eine von der SPD 2017 kreierte Metapher für den unaufhaltsamen Siegeslauf ihres Kandidaten, ein imaginärer Zug mithin, besteht aus imaginärem Stahl, und Nobis will ihn in einen imaginären Hochofen befördern. Echte Hochöfen schmelzen nämlich keinen metaphorischen Zugschrott. Der AfD-Abgeordnete hätte also genau so gut sagen können: Dann verschrotten wir den #schulzzug.

Der Empörungspunkt von Grünen bis CDU, das versteht selbst ein grundsätzlich Verständniswilliger erst nach und nach, besteht darin, dass die Empörten eine Assoziation zwischen „Hochofen“ und Konzentrationslager herstellen. Kann es sein, dass Abgeordnete – in der Regel Leute mit Abitur – Hochöfen und Krematorien für das gleiche halten? Glauben sie wirklich, in Auschwitz hätten Hochöfen gestanden?

Aber vielleicht ist das auch egal, wenn der Empörungszug einmal rollt.

«Die provozierenden Äußerungen des AfD-Abgeordneten Jörg Nobis stellen bewusst gedankliche Verknüpfungen dar, die politisch völlig inakzeptabel sind», findet der schleswig-holsteinische Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU).

«Das ist ein ekelhafter, volksverhetzender und menschenverachtender Tweet», kommentierte SPD-Fraktionschef Ralf Stegner. «Leider kennen wir das von Herrn Nobis und seiner Rechtspartei nicht anders.» Auf Twitter ergänzte er: «Die juristische Bearbeitung des Vorgangs folgt.»

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Koch wurde deutlich: «Erneut zeigt die AfD ihr wahres Gesicht und äußert sich geschmacklos und menschenverachtend», sagte er. «Das ist absolut inakzeptabel und sollte nicht ohne Folgen bleiben.»

Grünen-Fraktionschefin Eka von Kalben zeigte sich zutiefst schockiert über Nobis. «Solche Wortbilder sind nicht akzeptabel.»

Merkwürdigerweise spricht keiner der erregten Politiker aus, was genau sie ekelhaft, volksverhetzend und menschenverachtend finden. Es hat den Anschein, als würden sie sich einfach darauf verlassen, dass andere Leute auch nicht wissen, was ein Hochofen ist. Beziehungsweise, dass die Angelegenheit in der Wahrnehmung zusammenschnurrt zu: „Ein AfD-Mann hat irgendwas Empörendes gesagt.“

Bento, immer mehr das stilprägende Medium für die politische Klasse, dichtete:

„AfD-Politiker will Martin Schulz in den ‚Hochofen’ schicken.“

Die Erregungsschleife erinnert an die Meldung des vergangenen Jahres, der AfD-Redner Rainer Podeswa habe im Landtag von Baden-Württemberg eine „Hexenverbrennung“ gefordert, „um den Klimawandel zu stoppen“. In Wirklichkeit hatte Podeswa nichts dergleichen gesagt – was aber reichlich egal war: die politische und mediale Empörungsstafette kam gut in Gang. Hier wird der Fall übrigens kompetent seziert: uebermedien.de

Könnte es sein, dass vielleicht der eine oder andere Journalist, der eine oder andere Politiker sehr wohl weiß, wie hysterisch und quatschig die affektierte Reaktion auf solche angeblichen AfD-Tabubrüche ist, sich aber einfach nicht traut zu sagen: so ein Quatsch?

Vielleicht. Es fand sich schließlich seinerzeit auch kaum ein Journalist, der im Jahr 2016 die Meldung: „Expertin findet Nazisymbole im Edeka-Weihnachtsspot“ einfach als das bezeichnet hätte, was sie war: der Wahn der Hamburger Landesbeauftragten für politische Bildung, die sich, um es vorsichtig zu sagen, offenbar mental nicht ganz auf dem Damm befand.

Übrigens: Ralf Stegner, der den AfD-Mann Nobis wegen „Hochofen“ pflichtschuldig ekelhaft, volksverhetzend und menschenverachtend nannte, twitterte während der Jamaika-Sondierungen Ende 2017 über den Grünen Robert Habeck, der Merkel ‚Chefin’ nannte: „Jedem das Seine“.

Nun ist der Satz ziemlich alt (suum cuique), aber er stand eben auch am Lagertor des Konzentrationslagers Buchenwald. Eine allgemeine Empörungsstafette gab es in diesem Fall nicht. Was von Stegner stammt, kann schließlich in Medien und Politik keine schlimmen Assoziationen auslösen.

28 Kommentare
  • Reiner Arlt
    10. Februar, 2018

    Endlich erkenne ich, warum die Behauptung, die AfD sei rechtsradikal und verbreite menschenverachtende Hetze, mich immer wieder ratlos macht: Ganz offenbar leben die Leute, die das behaupten, in einer ganz anderen Welt und sprechen eine ganz andere Sprache.

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  • Herr M. aus N.
    10. Februar, 2018

    Es war im September vergangenen Jahres, als ich meine beiden Kreuzchen bei der AFD gemacht habe…jeden Tag werde ich bestätigt, dass dies richtig war!

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  • Rasio Brelugi
    10. Februar, 2018

    Ich bin froh, dass dieser Ausspruch («den Schulzzug in den Hochofen») vor den Richter kommt. Unserem Gerichtswesen sollte nicht die Möglichkeit genommen werden, sich mit der Bestrafung von «Hochofen» nicht zu entblöden (Krematorien in den KZs und der Hochofen haben schließlich beide was mit Feuer zu tun), wo sie doch «Nazi-Schlampe» ungestraft ließen (von wegen Comedy).

    PS: Apropos Anzeige wegen «Hochofen» als Volksverhetzung: Gibt es nicht einen Paragraphen, der unter Strafe stellt, jemanden ungerechtfertigt einer Straftat zu beschuldigen?

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  • Alma Ruth
    10. Februar, 2018

    D ist hysterisch und wird immer hysterischer, ist mein Eindruck. Und: 1. Wie kann man Hochöfen mit Krematorien verwechseln? Das tue nicht einmal ich mit meinen 87 Jahren und als Person, der alles was mit Technologie zu tun hat, mindestens so fern steht, wie der
    Andromeda-Nebel von der Erde. — 2. «Jedem das seine» nur so, also ohne jeden entsprechenden Anlaß, finde ich sehr schlimm. Ralf Stegner hätte mindestens eine deutlich spürbare Ohrfeige verdient. — 3. Im Lauf der Jahre merkte ich, es wird stetig wichtiger, wer etwas gesagt hat und der Inhalt, der Charakter des Gesagten – richtig, stimmig, wahrscheinlich, vermutlich usw., oder unwahr, unwahrscheinlich, falsch usw.- stetig weniger wichtig. M.A. nach ein ganz falscher, u.U. gefährlicher Weg.
    lg
    Alma Ruth

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  • PeWi
    11. Februar, 2018

    Was ich denk und tu, trau ich andern zu. Nie ist ein Sprichwort wahrer als das.

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  • Ostfale
    11. Februar, 2018

    Diesen intellektuell und mental bedürftigen Exponenten der Blockparteienlandschaft dieses
    Staates braucht man nur einen Satz ins Poesiealbum zu schreiben: Was ich selber denk und tu, das trau ich auch dem anderen zu.
    Es ist müßig und vor allem sehr ermüdend, sich fortwährend über die Äußerungen dieser geistigen Tiefflieger zu echauffieren. Mein Vater pflegte zu solchen Figuren stets zu sagen – was kann man von einem Rindvieh anderes erwarten, als sein anständiges Stück Suppenfleisch. Recht hatte der Mann.

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  • Hermann Hewing
    11. Februar, 2018

    Die immerwährende, hysterische «Empörungskultur» der grünen Sekte und der ganzen linken Klientel lösen inzwischen bei mir nur noch Heiterkeit aus.
    Vom EM-Fahnenverzicht über «Nafri» bis hin zu Boris Palmer (den ich wegen seiner Ehrlichkeit sehr schätze) und der es wagte seine eigene Sekte zu kritisieren.

    Aus der Neujahrstagung der FreundInnen der Grünen Akademie 2017: «Authentizität und Betroffenheit – die Grünen als Avantgardepartei des politischen Gefühls». – Hä?

    Es kann und darf doch nicht so weit kommen daß bei einem Fußballmatch ein Spieler ein Tor «schießt» und der gegnerische Trainer meint daß «von nun an zurückgeschossen würde».
    Nein, so weit darf es nicht kommen!

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  • Werner Wusel
    11. Februar, 2018

    Man sollte das ewige Gefasel dieser Gender Nazis viel gelassener sehen, denn: was kümmert es eine deutsche Eiche, wenn sich ´ne Sau dran kratzt? Noch nicht mal ignorieren wäre hier die richtige Herangehensweise.

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  • Johanna
    11. Februar, 2018

    Danke, lieber Herr Wendt, dass Sie mir das mit dem Hochofen erklärt haben. Von allein hätte ich es nicht kapiert.
    Wir bewegen uns in rasender Eile auf einen totalitären Staat zu.

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  • oldman
    11. Februar, 2018

    “Das ist ein ekelhafter, volksverhetzender und menschenverachtender Tweet”, kommentierte SPD-Fraktionschef Ralf Stegner.
    Ein einziger Blick auf den Kommentator zeigt : Das ist ein ekelhafter, volksverhetzender und menschenverachtender Mensch. Das ist aber wohl schon bekannt.

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  • Sabine Schönfelder
    11. Februar, 2018

    Immer wieder schön, wie sich die linke Politkaste wie Lemminge in gespielter Empörung dem Skandalisierungszug anschließt. Diesmal ausgelöst von einem grünen Pickelgesicht, der,
    aufgewachsen unter rot- grüner Bildungspolitik, nicht viel weiß, aber jede Menge fühlt. Diese exzessive Auslegung ist sehr weit hergeholt.
    Immerhin sprach Herr Nobis vom ‘Schulzzug’ und nicht vom ‘Zugführer Schulz’. Dafür
    hätte Herr Andresen doch wenigsten ein paar anerkennende Worte finden können.😜

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    • kdm
      11. Februar, 2018

      «SCHULZ!»

      Wunderbar beim Lubitsch «To Be or Not to Be»/»Sein oder Nichtsein»
      und in der TV-Serie «Hogan’s Heroes»/»Ein Käfig voller Helden».

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  • kdm
    11. Februar, 2018

    Sicher sind die automatisierten Reaktionen auf den «Hochofen», der metaphorisch einen metaforischen Propaganda-Eisenbahnzug metaforisch einschmelzen sollte , sorry: voll daneben, schlicht falsch und letztlich: nur doof.
    Bin ich nun ein «Nazi», ein «Neonazi», ein AfD-Nazi, ein Rechtsextremer, ein Paria, nur weil ich Deutsch kann (und weiß und alt und männlich bin), weil ich logisch und selbst denken & nachdenken kann, und weil ich den Irrsinn, der da in Politik, Parteien und deren Stiftungen, Universitäten, bei Gendertröten, SPD, Grünen und sogar Linken – nicht zu vergessen die sogenannte «Qualitäts»presse, die sie nie war – vonstatten geht, bemerke?

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  • oldman
    11. Februar, 2018

    PS: Den Begriff Hochofen aus der Eisenverhüttung nicht zu kennen (ganz offenbar) und damit völlig abwegige, aber natürlich beabsichtigte Assoziationen hervorrufen zu wollen – wieder so eine Sternstunde der vermeintlich alleinigen Meinungsinhaber.
    «Schulzug» : Ausdruck für das deformierte Schulsystem, nicht für einen Personenzug. Das zu raffen ist einfach zu hoch für solche Geistesgrößen. Es ist zum Niederknien.

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    • dentix07
      11. Februar, 2018

      Wie kommsz Du da jetzt auf «Schulzug (Schul-Zug)»? Es ging um den «Schulzzug (Schulz-Zug)»! Jenes ICE unähnliche schienengebundene – auch virtuell als Spiel, wo es seine Gegner anfänglich einfach um fuhr – Fahrzeug das mittels Medienhype auf mehr als 80 Meilen beschleunigt wurde, dem jedoch (mangels Flux-Kompensator) nie der Sprung durch die Zeit gelang; ja stattdessen, genau wie sein Vorbild, der Zug in «Zurück in die Zukunft 3», in eine Schlucht stürzte.

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  • kdm
    11. Februar, 2018

    Ist es womöglich nur Twitter und die andere Krake: Facebook, weshalb es plötzlich solche Idiotien gibt? Resp. man deren idiotische Sprüche öffentlich mitbekommt?
    Vor dieses Medien, die heute offensichtlich auch (und: VOR ALLEM) jeder Depp benutzt, hat man ab und zu auch mal Unsinn gedacht, aber bevor man sich die Mühe machte und das tatsächlich niederschrieb und dann auch noch versuchte, es zu veröffentlichen, oder gar ein Mikrophon fand in das man es hineinsprechen konnte, …das war schon eine sehr sinnvolle Sperre, Bremse: sie gab Zeit zum Nachdenken. Heut ist man schneller und entlarvt sich leicht.

    Eigentlich von P. G. Wodehouse, hier etwas zurechtgebogen auf o.g. heutige Medien:
    What does this so-called «social media» amount to? You’re spending time you don’t have, for topics that are not your business, to impress people you don’t like.

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  • treu
    11. Februar, 2018

    Bestes Beispiel für den Wahnsinn in diesem Land! Man muß nicht an der Politik verzweifeln, die ist so verlogen, elend, und schmutzig wie sie eben ist. Man muß aber am Verstand der Menschen verzweifeln, derjenigen, die das nicht sehen wollen oder können und schlimmer noch, es klar sehen und trotzdem diese Politiker wählen! Ein Land, in dem man eine kinderlose Frau «Mutti» nennt, und die diese Leute dann «Menschen, die schon etwas länger hier leben», was will man dazu noch sagen!? Wenn ein Land von Wahnsinnigen regiert wird, die es unter allgemeinem Beifall zerstören, was soll das anderes sein als ein Irrenhaus?

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  • andreas müller
    11. Februar, 2018

    Als der «Schulzzug» startete, gab es begleitend einen kurzen, animierten Film, im Stil von Super Mario, Generation 1, der u.a. Trump und Frauke Petry überrollte. das fand ich damals unangemessen. Das ist aber sicher etwas völlig Anderes…

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  • Gerhard Sauer
    11. Februar, 2018

    Der Jüngling Andresen und seine Mitempörten müssen dringend an ihrer Sensibilität für sprachliche Entgleisungen arbeiten. Ein Aufschrei der Empörung wäre schon lange fällig gewesen, denn provoziert nicht schon die Vorstellung eines Schulzzuges böse Assoziationen? Was haben denn die Nazis zum Transport der Juden in die KZ gebraucht? Richtig, Züge! Und dieses Transportmittel der Ermordung und Vernichtung wurde von der SPD zur Kennzeichnung des Siegeszuges von Schulz verwendet! Entblößt sich die SPD damit nicht bis zur Kenntlichkeit und zeigt hinter dem vordergründigen Gerede von Gerechtigkeit nicht die blutige Fratze der Menschenverachtung? Es hätte Andresen und Kompagnons gut angestanden, diese braune Seele im SPD-Inneren medienwirksam anzuklagen.

    Der Andresen „studiert“ im übrigen Goverance. Ich nehme an, Sie wissen was das ist.

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  • Horst Pruffa
    11. Februar, 2018

    Woher sollen SPD Politclowns auch wissen was ein Hochofen ist? Das ist eben nur ein weiterer Ausdruck des Entrücktseins von der SPD Malocherbasis.

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  • Hermann Hewing
    11. Februar, 2018

    Ich kann nicht mehr! Ich kann nicht mehr anders als das ganze mit einfachen Worten auszudrücken.
    Deppen, die nicht wissen daß Altmetall immer dem Hochofen zugeführt wird weil sie in einer ideologischen
    Blase leben, einen Tunnelblick entwickelt haben und überall Sprachpolizei spielen wollen obwohl ihre
    Intelligenz und ihr Wissen dazu gar nicht ausreicht, solche Deppen eben sind früh oder später dem Untergang geweiht.
    Deppen sitzen in ihren SUV’s und merken nicht daß genau das Metall in dem sie sitzen aus jenen
    Hochöfen kommt in denen der Schulzzug eingeschmolzen wurde.

    Bisher jedenfalls hat die Realität noch jeden ideologischen Wahn eingeholt.

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  • Gerhard Sauer
    11. Februar, 2018

    Entschuldigung, ich habe vergessen zu erwähnen, welchen Abschluß ein Student der Goverance erreichen kann: Er erhält einen Masterabschluß als staatlich geprüfte Gouvernante. Als Gouvernante wurde früher eine Hauslehrerin, meist in adeligen Familien, bezeichnet. Sehr oft waren es verbitterte Frauen, die aus verschiedenen Gründen den Sprung in ein Ehebett nicht geschafft hatten. Ihre Verbitterung äußerte sich in einer bigotten Strenge gegenüber den anvertrauten Sprößlingen und ihrer hypermoralischen Drangsalierung. Winzigste Abweichungen von den rigiden Verhaltensnormen wurden durch diese Gouvernanten unbarmherzig bestraft.

    Die Ausbildung des Jungmannes Andresen zu einer Gouvernante ist offensichtlich schon weit fortgeschritten, wesentliche Elemente des Gouvernantenwesen praktiziert er bereits. Man darf mit gutem Grund erwarten, daß er eine exzellente Gouvernante wird, von deren entschiedenem Einstand für Ehre und Anstand noch viel zu hören sein wird.

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  • Dieter
    11. Februar, 2018

    Den Schulzzug in einen Hochofen zu fahren ist eine schöne Metapher. Doch diese überfordert die intellektuellen Fähigkeiten unserer grünen Freunde. Dabei werden sie gleich doppelt vorgeführt. Erstens ist ein Hochofen ein Hochofen und nicht irgendein anderer Ofen. Zweitens kommen gar keine Züge (ergo Stahlschrott) in einen Hochofen (noch nicht mal der an die Wand gefahrene Schulzzug), weil in einem Hochofen Eisenerz (Eisenoxid) mittels Kohlenstoff (Koks) zu Roheisen reduziert wird. Dieses wird dann üblicherweise in einem Konverter, zusammen mit Schrott (wie dem von demolierten Schulzügen) zu Stahl erschmolzen. Details sparen wir uns hier. Aber vielleicht hatte der Urheber der Metapher ausgerechnet den Begriff Hochofen gewählt, damit die Grünen auch mal mitreden können. Schließlich kennen die sich doch mit Koks bestens aus.

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  • Stephan Schwarz
    12. Februar, 2018

    Lasst mir doch bitte den Ralf Stegner in Ruhe! Dieser Mann ist unablässig dabei, sich bleibende Verdienste um die Bereinigung (darf man das noch schreiben?) der deutschen Parteienlandschaft zu erwerben.
    Gut, dass die SPD sich rasant der 5%-Hürde nähert (derzeit noch von oben), ist natürlich vor allem das Verdienst des Mannes mit den Haaren im Gesicht und der Frau mit den Haaren auf den Zähnen, womit ich nicht Frau Merkel meine. Aber ohne unseren Ralle wären alle diese Bemühungen doch irgendwie unvollkommen, hätten nicht den richtigen Drive. Da mag sich unser Bundeszensurminister als vierter im Bunde noch so bemühen, in punkto nachhaltiger Wählervergraulung leistet Stegner für unseren Staat so wertvolle Arbeit wie kein zweiter. Er lebe hoch!

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  • Seppelfricke
    14. Februar, 2018

    Ich hätte mir gewünscht wenn im Artikel noch mehr herausgearbeitet worden wäre, dass der Hochofen hier als Sinnbild für die in der Vergangenheit von der SPD vertretenen Arbeiterschaar der Stahlkocher steht. Das hätte die Metapher des Herrn Nobis noch weiter hervor gehoben. Aber man sieht auch so schon: Viel Rauch um nichts…..

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  • Frank Stefan
    14. Februar, 2018

    Die Assoziation in Bezug auf den Schulzzug: Räder müssen rollen….

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  • B.Rilling
    15. Februar, 2018

    Ein sehr kluger Spruch meiner Mutter: «Was ich selber denk und tu, das trau ich auch dem Andern zu!»
    Ohne Ihre Erklärung hätte ich überhaupt nicht verstanden, warum der sich so aufregt. Was bin ich für ein Dummchen!
    Vielen Dank Herr Wendt!

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Original: Er hat ‚Hochofen’ gesagt!

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